One of these days

Heute ist einer dieser Tage, an denen ich einfach überhaupt kein Bock hab, Rücksicht auf meine Krankheit zu nehmen.

Heute Mittag hab ich über einen 2.000 Wörter-Text übersetzt, das hat mir glaub ich gut getan und Spaß gemacht. Aber generell geht heute nicht viel. Ich würde aber so gerne. Ich versuch es trotzdem aber es ist eine totale Gradwanderung.

***

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An manchen Tagen geht es mir gut.
An manchen Tagen fühle ich mich nicht gut.
An manchen Tagen kann ich mich fast akzeptieren,
An manchen Tagen hasse ich mich selbst.
An manchen Tagen bin ich etwas unbefangen
An manchen Tagen bin ich total unter Druck und eingeengt.
An manchen Tagen lasse ich mich so wie ich bin
An manchen Tagen kämpfe ich gegen mich selbst

Manchmal bin ich stark
Und manchmal bin ich schwach

An manchen Tagen genieße ich Schöne Dinge
Manchmal ziehen sie einfach an mir vorbei.

An manchen Tagen denke ich positives
Und an manchen Tagen versinke ich im Loch meiner Gedanken

An manchen Tagen habe ich Ideen
Und oft vergesse ich alles

So ist das
an manchen Tagen.

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I am cut *trigger*

~~ ACHTUNG: Dieser Text könnte Triggern! ~~

**

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

A fragile frame aged
With misery
And when our eyes meet
I know you’ll see

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut

I may seem crazy
Or painfully shy
And these scars wouldn’t be so hidden
If you would just look me in the eye
I feel alone here and cold here
Though I don’t want to die
But the only anesthetic that makes me feel anything kills inside

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut
Pain
I am not alone
I am not alone

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

But I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I found it when
I was cut

***

Finde mich in diesem Text soo wieder…

Ich will keine Angst haben. Ich will nicht innerlich sterben nur zu atmen, ich hab es satt mich so betäubt zu fühlen,  ja es gibt Befreiung, und ich erhalte sie wenn ich zerschnitten bin… leider.

Ich glaube, wir Menschen sind süchtig nach unserer eigenen Selbstzerstörung. Rauchen, Arbeiten, Saufen, Party, Fressen, Hungern, Abhauen, Schneiden, sich von anderen abtrennen, Solarium, Leistungssport…. damit schaden wir und selbst aber tun es, vielleicht extra deswegen. Wir sind süchtig danach, weil es uns den Schmerz vergessen lässt. Die Krebs-Warnung auf den Zigaretten ist uns egal. Die Triggwerwarnung über diesem Beitrag ist manchen von euch egal. Zumindest mir oft. Sie macht es sogar noch interessanter.

##

Ich hab schon mega Fortschritte gemacht aber manches ist irgendwie grad total blöd… Der Druck war zu lange zu hoch und dann ist es irgendwann einfach rausgebrochen, unkontrolliert, tief und viel, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir hätten wieder in die Notaufnahme fahren sollen aber weil es nicht lebensgefährlich war, habe ich es so versorgt. Ist nicht ideal, aber wenn man das vernünftig versorgt, es sauber hält, die Verbände gut wechselt, heilt es auch mal ohne nähen, es braucht halt nur länger und die Narbe ist dann eben breiter.

Es war so tief und so viel Blut, dass der Druck längst weg sein sollte, aber er kommt trotzdem. Die Anspannung. Nicht so extrem dass ich sofort wieder Craving bekomme und panisch Klingen suche, so schlimm nicht, aber immernoch deutlich und so, dass ich kaum Appetit habe, kaum etwas essen kann oder mich ganz auf eine andere Tätigkeit konzentrieren kann. Und der Verband immer, ständig der stechende Schmerz, nicht richtig duschen dürfen, die Narben die es gibt die ich nie wieder los werde….

Toller Urlaub. Auch wenn es ja irgendwie meine Schuld ist, zumindest wie weit man sagen kann ob man die Dinge in der Hand hat. Aber WENN jemand Schuld hat, dann ich.

Nur ist das alles anders als ichs mir vorgestellt hab, als mein Urlaub anfing :-/

Aber es tut gut darüber zu schreiben.. ich habe auch mit paar wenigen Leuten darüber geredet… der Zwischenweg ist sehr schwer. Es zu beschönigen bzw zu behaupten es sei nicht so tief gewesen und habe kaum geblutet ist gelogen. Aber ich möchte auch nicht dass sich jemand sorgen macht.

Die Tage danach fühlt es sich immer so komisch an. Ich geh einkaufen, trage eine weite Jacke über dem dicken Verband, und trotzdem fühlt es sich so an als weiß jeder was ich tue. Und man will es direkt Wiederholen oder kann fast nicht aufhören weil jegliche Hemmungen erstmal weg sind. An den Verband muss man sich auch erstmal wieder gewöhnen. Fühlt sich an wie runterkommen. Coming-down. Wenn alles wieder runterfährt und sich einpendelt bzw dabei ist. Hat für mich immer was von Geschlossene. Oder generell Psychiatrie. Da hab ich mich auch immer erstmal so gefühlt als ich einen neuen Aufenthalt begonnen habe. Und gerade wo ich das schriebe, habe ich den Geruck vom Essensbereich im Kopf. Merkwürdig was unser Gehirn so treibt.

Naja, bald sehe ich meine Freundin. Meine Beste. Sie ist mein Licht im Wald.

Rückfälle sind scheiße. Sie ficken dein Herz und verätzen dein Gehirn, knocken deinen Körper aus. Und es ist ein Spiel mit dem Tod, wenn man es exzessiv macht.

Einmal die Dosis deiner Drogen zu hoch, fällst du ins Koma oder stirbst. Einmal tief an der falschen Stelle geschnitten, blutest du aus und stirbst in deiner Blutlache oder im Krankenhaus auf der Intensivstation weil der Rettungsdienst zu spät kam und sich dein Kreislauf auch nach dem Nähen trotzdem nicht mehr regeneriern  konnte.

Ein Moment. Ein Schritt. Ein Schnitt. Ein Tropfen. Eine Spritze. Ein Schluck. All das kann über Leben und Tod entscheiden.

+++

Es ist scheiße wenn man schon so lange drin hängt. Sind über 6 Jahre mittlerweile. Ich kann die Rückfälle reduzieren aber ich komm einfach nicht raus aus der Sucht. Im Endeffekt hat sie mich doch irgendwie im Griff. Sucht ist nichts was man mit dem eigenen Willen steuern kann, oder worüber man Macht hat.

Es macht einen großen Unterschied, ob du die Dinge im Griff hast, oder ob sie dich im Griff haben.

#

Ich will gesund werden.

….

schmerzvegressen

Viel Gefühl = viel Leid

Ich schreib‘ es raus
Schneid es raus
Schrei es raus
-Aus

***

Ich will nicht wieder was ballern
Mein Herz leidet schon
Unter meinen normalen Medikamenten
Die Zeit kommt so oder so wo ich wieder mehr nehmen muss
Ob ich will oder nicht
Um die Schmerzen auszuhalten
Weil mein Gehirn sonst die Verbindung zu meinem Körper und zu meinem Bewusstsein kappt
Und dann merkwürdige Dinge passieren

Aber die seelischen Schmerzen
Die betäubt es nicht
Nur Kaum, nur zu wenig, viel zu wenig

Ich muss sie betäuben um sie ertragen zu können
Um überleben zu können
Ich versuchte nicht so viel zu schneiden
Es ist schwer es zu unterbrechen
Und die Leere danach, wie bei allem, lässt sich auch nicht ausfüllen damit
Es hilft mir und macht mich gleichzeitig kaputt
Ich übertrieb es aber dachte ich hätte es im Griff
Hätte es in der Hand was ich tue und was ich lasse
Dabei ist das schon lange nicht mehr so

An manchen Tagen geht es gut
Wochenlang schaff ich es mittlerweile ohne SV, zurzeit zumindest.
Normalerweise mittlerweile sogar immer mehrere Monate ohne Schneiden, mehrere Monate zwischen den Rückfallen (die danm aber richtig kommen), nicht immer ganz ohne sv aber ohne das extreme Schneiden,
aber gerade nicht durch den ganzen Stress, gerade nur wenige Wochen dazwischen.

Das ist wenig Zeit im Vergleich zum vergangenen Jahr, eine schlechte Quote.

Im Vergleich zu vor 2 Jahren etwa normal, abee im Vergleich zu 3-4 Jahren und vorher immernoch sehr viel Zeit. Sehr viel Zeit sv-frei im Vergleich zu damals. Ohne mehrmals täglich kam ich nicht durch den Tag oder die Woche, oder durch die Jahre.
Die Rückfälle haben sich wenigstens gut reduziert und ich will dass es so bleibt.
Kaum einer versteht das und weiß wie hart es ist, dahin zu kommen. Kaum einer weiß wie viel Kraft es kostet und schätzt es. Aber schneiden verurteilen dafür die meisten.
Meine beste Freundin versteht es ein bisschen und sie sagt mir manchmal wie toll es ist dass ich länger clean bin.

*

Ich hab so große Verlustängste
Ich weiß immernoch nicht wie ich damit umgehen soll
Wir versuchen zu kämpfen aber so bringt das nix, ist zumindest mein Eindruck
Wir bewegen nicht so viel wie ich mir gewünscht hätte

Wo wir zusammen gewohnt hatten, hatten wir so eine gute Zeit
Es war nicht alles Gut aber wir hatten einander und die meiste Zeit hatten wir auch die Kleine
Als sie starb stand er so hinter mir, hat mit mir getrauert
Wir haben so viel zusammen gemacht, erlebt, waren immer füreinander da

Jetzt ist es anders, wir wohnen schon lange nicht mehr zusammen, ja.
Aber so entfernt haben wir uns nur die letzten Monate.

Jedes Mal in der Therapie das Gleiche Thema. Kurzfristig hilft das aber langfristig kriegen wir es doch nicht hin, zumindest nicht dadurch.

Ich fühle mich so allein.
Ich weiß nicht wann ich mich das letzte mal einem Menschen ganz anvertraut habe, alles raus gelassen habe und erzählt. Geweint, getröstet worden.
Ich glaub es war bei Ihm aber es ist schon lange her. Ich sagte ihm, dass ich noch nie so eine intensive Bindung und Beziehung zu einem Menschen hatte, und es stimmte. Meine vorherigen Beziehungen waren zwar teilweise lang, aber nicht so intensiv. Er weiß über alles Bescheid zumindest damals. Ich weiß nicht wie er fühlt. Ob er das merkt. Ich denke ja. Aber wahrscheinlich nicht so intensiv.

*

Man sagt, wenn man ein Herz malt, ist immer eine Hälfte größer als die andere.
Es ist unmöglich, von Hand ein Herz zu malen, dessen Hälften exakt gleich groß sind.
Warum?
Weil einer der beiden Patner in einer Beziehung immer mehr liebt als der andere.

Und wo viel Gefühl ist, da ist auch viel Leid.

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*

Das ist nicht die Ursache aber es erklärt warum es mir so schlecht mit der Situation geht, denke ich. Warum er es weniger abkriegt als ich. Aber auch weil ich leider die gestörtere von uns beiden bin, bei der ohnehin mehr schräg läuft und die ohnehin mehr Probleme hat. Das ist alles ein Gerüst. Und wenn eine Ebene schief ist, sind es die anderen auch.

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Fly away, little hopeless soul

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SIAD 1.März „Self-Injury-Awareness-Day“ 2016

Heute am 1. März ist mal wieder Self-Injury / Self-Harm-Awareness-Day (SIAD). bzw. auf Deutsch ungefähr: „Selbstverletzung Bewusstseins Tag 2016“

Da ich diesen die letzten Jahre jedesmal sehr unglücklich verpasst habe, mir dieser Tag aber sehr am Herzen liegt, habe ich ihn mir für dieses Jahr extra eingetragen um ihn nicht WIEDER zu vergessen…. Nun ist er da und ich habe….. keinen vorbereiteten Post 😀
Naja, das wird schon.

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AAAlsooo….

->Was ist das???
Einige von euch werden ihn kennen, die meisten allerdings nicht. Der SAID ist ein internationaler (weltweiter) Tag zur Förderung des Verständnisses von – und zur Aufklärung  über – Selbstverletzendes Verhalten. Kein schönes Thema; ein schwieriges Thema, was, wenn es ‚die falsche‘ Aufmerksamkeit bekommt, noch mehr persönliche Freiheit nehmen kann bzw noch schlimmer werden kann als es schon ist.

Beim SIAD geht’s aber nicht um die Verletzungen selbst, das wäre (denke ich) auch die falsche Aufmerksamkeit.

Es geht darum, über Selbstverletzendes Verhalten (kurz SvV) aufzuklären: Was ist es, wie entsteht es, wo kommt es her, warum machen manche  Menschen das, tun sie das überhaupt freiwillig / oder „aus Spaß??“, was geht in den Betroffenen vor, wie geht man damit um (als Betroffener wie auch als außenstehender) und was kann man dagegen tun?

Auch geht es beim SIAD darum, das Verständnis für Betroffene zu fördern. Verständnis für die persönlichen Probleme, die inneren Konflikte in denen sie häufig stehen, für die extremen Gefühle(&-schwankungen), und alles weitere was noch so dahinter steckt zu fördern. Nicht zu verurteilen sondern zu verstehen. Das ist schwer, wenn man das nicht von sich selbst kennt, doch verurteilen fördern meistens das SvV nur; Verständnis hingegen und für jemanden da sein, unterstützt Betroffene in ihrem Kampf gegen SvV. Aber um jemanden darin etwas unterstützen zu können und zu verstehen ist es widerrum wichtig das SvV an sich zu verstehen, wo wir wieder bei Aufklärung angelangt sind.

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Free Tiger!

***

„I used to bite my tongue and hold my breath
Scared to rock the boat and make a mess.
So I sat quietly,
Agreed politely

I guess that I forgot I had a choice
I let you push me past the breaking point
I stood for nothing
So I fell for everything

You held me down -But I got up!
Already brushing off the dust
You hear my voice! -You hear that sound
*Like thunder gonna shake the ground*
You held me down –But I got up!
Get ready ‚cause I’ve had enough
I see it all, I see it now

*

I’ve got the eye of the tiger, a fighter!
Dancing through the fire
‚Cause HE is my champion
And you’re gonna hear me roar!“

Louder, louder than a lion.
‚Cause HE is my champion;

*

~~~-And you’re gonna hear me ROOOAAARRR!!!~~~

 ~

bathing_tiger

🙂

Wanted!

ACHTUNG ACHTUNG!!!

Reset-Knopf gesucht!!

Details:

Irgendwo in „Leben“ abhanden gekommen.

Vermisst seit: 2000 Jahren.

Befindet sich etwa im Umkreis von: 20.000 Kilometern

(Ursprungsland: Deutschland, Hergestellt in: China oder so).

***

Das oben beschriebene Hilfsmittel wird DRINGEND gebraucht. Sollte es jemand kürzlich gesehen haben oder wissen wo es sich aufhält, bitte alle Hinweise an die örtliche Polizeidienststelle geben.

Finderlohn: ein Herz (= menschl. Organ)

Hier noch ein Foto

(aktuelles Aussehen könnte inzwischen aufgrund der Vermisstendauer von der Abbildung abweichen)

WANTED!!! WANTED!!! WANTED!!!

-numb-

I’ve become so numb (-Linkin Park)

***

Sch** Depris. Gerade wenn du dich aufgerafft hast, dich gerade ins Leben zurück kämpfst, schmettern sie dich mit voller Wucht gegen die Wand -so lange bis zu bewusstlos zu Boden fällst. Und dann ersticken sie dich. Naja, das ist nur eine Definition oder Beschreibung.

– Egal wie resistent du durch die Vergangenheit und die Abstumpfung geworden bist.

*

Nicht, dass man das gewohnt ist. Kann man sich jemals vollständig daran gewöhnen?

Passend zum Thema haben wir auch zurzeit echt viele Notfalleinsätze aber auch ‚Normalkranke‘, weiß auch nicht was da los ist. Denen gehts vielleicht ähnlich. Hat das vielleicht mit der Jahreszeit zu tun?

Zumindest eine schöne Ausrede

*

Es gibt so viele Facetten, so viele irgendwas. Einerseits scheine ich auf etwas zu warten, etwas Positives und etwas, das bis zu mir durchdringt, das die Leere beendet oder ein bisschen weniger erscheinen lässt. Und andererseits grenze ich an totale Überforderung.

Ich grenze nur noch daran, war ja auch schlimm genug die letzten Wochen. Naja, falls man den Begriff  „Grenzen“ in Zusammenhang mit mir bringen kann.

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Wir haben Wunden, die nicht heilen

und Narben, die uns bleiben.

Ein Herz in tiefer Trauer

doch die Liebe bleibt bestehn.

HerzPflaster

fly away

Fly.

Fly away…

*

fly away...

…before it’s too late

tears•••

take me away
take me away
I’ve got nothing left to say
just take me away
*
don’t give up on me yet
don’t forget who I am
I know I’m not there yet
but don’t let
me stay here alone
*
this time what I want is you
there is no one else
who can take your place
I’ve seen enough and it’s never enough
it keeps leaving me needing you
*
take me away
take me away
I’ve got nothing left to say
just take me away

*

Danke ♥

Das Schreiben dieses ‚Gedichtes‘ ist nun schon einige Zeit her.

Es entstand irgendwann Nachts als ER mich inspiriert hat.

Ich wollte es euch schon immer mal posten.

Hier ist es…

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*