Schatten & Druck

Ja…

ich melde mich mal wieder. Seit….halbem Jahr? Jahr? 2 Monate? Keine Ahnung, hab ja kein Zeitgefühl.

Naja irgendwie ist es so. Meine Seele ist durch das was in meinem Leben passiert ist, irgendwann auf allen Ebenen in tausende Teile zersprungen. Seit Jahren versuche ich, etwas davon wieder zusammen zu setzen, aber nichts davon passt auch nur ansatzweise zusammen. Ich weiß nicht mal, was davon ich eigentlich bin, wie ich bin, und was davon Dreck ist. Ich weiß nicht mal was wohin gehört. Wer ich mal war und wer ich geworden bin. Wohin das führt.

Es ist einfach kaputt. Und wir haben kein Plan.

In dieser Welt fühle ich mich Gott so fern. Und alles hinterlässt mich leer. So fucking leer. Und trotzdem ist da kaum Platz in meiner Brust.

Wenn ich im Krankenhaus bin, fragen sie mich immer ob ich in Psycho-Behandlung bin, Suizidabsichten hatte und/oder eine Klinik brauche. Ja ich bin in Therapie und zwar mittlerweile schon echt lange. Ich habe große Probleme. Und ich würde jedem mit seelischen Problemen oder Krankheiten auch zum Arztbesuch und Therapeuten raten. Aber ich merke auch, dass das alles gar nicht leicht ist. Und selbst wenn man schon jahrelang in Therapie ist, ist es schwer. Bei mir zumindest. Meine Therapeutin weiß nicht, was sie noch tun könnte. Sie kann sich vieles nicht erklären. Und ich kann vieles nicht sagen, weil ich keinem Menschen mehr vertrauen kann. Eine Hand voll Menschen haben das so zerstört; dass ich paranoid geworden bin und kaum meine Probleme erzählen kann. Nicht sagen kann, was passiert ist. Was wahrscheinlich der Ursprung meiner Sucht und des ständig wiederkehrenden Drucks ist. Der Ursprung des Kampfes in meinem Kopf, es zu verdrängen. Ich kann es ihr nicht sagen, weil sie dann fragt und ich ihre Fragen nicht beantworten kann. Weil ich nicht will, dass andere es wissen. 

Ich weiß nicht mal wieso. Einerseits grübel ich oft, anderseits vernebeln die ganzen Tabletten meinen Kopf sodass ich nicht wirklich klar denken kann. Und machen mich müde. Aber ohne würde ich nicht mehr schlafen und käme noch weniger klar.

*
Ich will nicht die sein, die ich bin. Ich weiß nicht wie ich sein will, aber SO nicht. Aber ich kriege es kaum hin, etwas zu verändern. Und dadurch, dass ich nicht mit Älteren darüber reden kann, ist es auch schwer passende Hilfe zu finden. Wenn ich nicht mal weiß, was da los ist, ist es noch schwerer für andere, es rauszukriegen. Momentan bin ich mehr verschlossen als offen. Und trotzdem krieg ich meinen scheiß Druck und die seltsamen Zustände einfach nicht geregelt. Und es gibt Dinge, wo andere einem nicht helfen können.

Man kann die Zeit nicht zurück drehen und mich woanders aufwachsen lassen. Gewisse Menschen von mir fernhalten. Wir müssen mit der Vergangenheit leben und die Gegenwart akzeptieren. Die Narben akzeptieren und alles was drum herum ist. Weiß nicht; ob ich das kann. 
Ich bin auf der Suche, aber ich weiß nicht, nach was. Oder nach wem. Und wie lange. 

Schlimmer, als Menschen die dich nicht verstehen, sind Menschen die denken sie würden dich verstehen. Menschen, die dir irgendwelche 08/15 Phrasen entgegenwerfen und denken, sie wissen was ich durchmache. Sie wissen gar nichts. Das was man von außen vielleicht sieht oder intepretiert, hat überhaupt nichts mit dem zu tun,was in mir ist. Eine Dunkelheit. Ein eigenes schwarzes Reich. Überall liegen Glassplitter am Boden. Da ist so viel. Zu viel. Was keiner je gesehen hat. Was ich nie jemanden erzählt habe. Weil ich das nicht konnte. Weil sie es nicht konnte.

Einerseits bin ich stabiler als früher, aber anderseits ist es schlimmer geworden und ich bin immernoch kaputt. Damals dachte man, es kann sich wieder besser entwickeln, kann weg gehen oder sich stabilisieren. Mittlerweile ist es chronisch und die Persönlichkeitsstörung zum Beispiel ist viel ausgeprägter und vielfältiger als früher. Und das merken nicht nur die Betreuer und Ärzte, ich merke das selbst auch aber ich bin in der ganze  Sache gefangen. Es ist wie ein Stahlkäfig um mich herum, den ich nicht durchdringen kann. Meine Sucht ist wie Ketten an meinen Füßen, die ich immer mitschleife und die mich nicht weggehen lässt. Ich habe zwar einen kleinen Freiraum aber ich bin nicht frei. Manchmal ist es nicht mal genug zum Atmen. Manchmal kann ich nicht atmen. Suchtdruck kommt wie eine Lawine und schnürt meine Kehle zu. Drückt auf meine Brust sodass nichts mehr rein kann und man irgendwann entfliehen muss. In eine andere Welt. Keine schöne Welt; nicht mal ansatzweise, aber erträglicher. Mehr nicht.
Was macht man mit dem Haufen Scheiße in seinem Leben? Wie wird man das wieder los?

Wird der Kampf jemals leichter?
Es gibt Menschen, die das Lesen und meine Worte verstehen. Aber ich glaube nicht, dass jemand die Gesamtheit aller Gefühle verstehen kann. Aller verdrängten und betäubten Gefühle, die so tief vergraben sind, dass ich sie nicht mehr empfinden kann. 
Aber es tut gut, ein bisschen was davon aufzuschreiben hier. Es festzuhalten um irgendwie loslassen zu können. Den Schmerz. Die Verzweiflung. Die Gedanken. Den Schatten zu beschreiben, der Sachen die ich keinem mitteilen kann. Nicht mal mir selbst. 
#.#

Geschützt: Eskalation – und Umkehr?

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Suchtgedanken – Gedankensucht

Du füllst mein Glas

Du zergehst auf meiner Zunge

Du schießt in meine Venen

Du fließt an meinem Arm herunter

Du quillst aus meinen Handgelenken

Du…..

Du betäubst mich

Ihr lässt mich die Realität vergessen. Ihr gebt mir ein warmes Gefühl. Zieht mich raus, ganz weit raus in ein warmes, weiches Meer. Ihr lasst mich vergessen, dass ich ohne euch nicht mehr kann.
Genug um den Schmerz zu vergessen.
Gerade genug um zu vergessen, dass ich süchtig bin. Vergessen, dass das hier wahrscheinlich nur gefärbte Scheiße ist. Alles vergessen.

Nur dieses Gefühl und diese sanfte Ruhe im Kopf.

Verführerisch.
Gefährlich.
Ein bisschen viel, ein bisschen ZU viel… und… alles ist gelaufen.
Das Spiel mit dem Feuer. Ein Tanz auf Messers Schneide. Das Glas voll Pillen. Und dann noch diese blinkende spitze Nadel.

Gedanken wirbeln, spiegeln sich, zerspringen & erwachsen wieder.

***

Herr, sende deine Schutzengel zu uns. Dass sie über uns wachen heute Nacht. Uns schützen vor bösen Mächten & am meisten vor uns selbst.

..Gute Nacht…

Tagebuch? Mai ’16 (16ter)

Ich weiß, ich blogge in letzter Zeit wieder öfter… Vielleicht bleibt das ja erstmal so 🙂

Das Wochenende bei Ihm war besser als ich es erwartet hatte… okay Freitagabend war nicht so gut… aber Nachts ging’s dann und Samstag lief besser. Seine neue Wohnung ist voll schön und auch recht groß. Im Laufe der Zeit werden noch zwei Leute einziehen aber bisher wohnt er alleine. Ist auch cool, zu zweit ne ganze Wohnung zu haben, inklusive Badewanne (die ich aber noch nicht benutzt habe) & Balkon (*rauchen*). Ich wünschte, wir hätten es noch mehr ausgenutzt aber es braucht eben seine Zeit. Bzw ich brauche irgendwie meine Zeit, an ihm hätte es nicht gelegen^^ *haha*

*

Überraschenderweise hat dann noch meine Bestyy bei mir übernachtet bis Sonntag. Haben sie auf der Rückfahrt direkt mit zu mir genommen. Es war der Hammer. Wir waren irgendwann so high dass keiner mehr wirklich entziffern konnte, was wir zu sagen versuchten und waren bis spät in die Nacht auf und das obwohl wir nicht sooo zu waren 😀
Und am nächsten Morgen waren wir sogar gar nicht mal so abgefuckt wie wir es erwartet hätten. Ist auch alles glatt gelaufen, nichts schlimmes passiert – im Gegenteil, es war megaaaa. Und wir hatten soo Spaß, das hatte ich glaub lang nicht mehr… Am nächsten Tag haben wir noch Butterfly Effect 1&2 geschaut. Hab ich schon 3mal gesehen – Super Filme.
Auf jeden Fall Widerholungsbedarf!!

*

Das lange Wochenende tut auch echt gut… dass wir heute noch einen Tag haben, runter zu kommen & auszuruhen. Für den nächsten Drehtag des Projekts (übernächstes Wochenende) hab ich noch nicht ganz grünes Licht. Ich soll es am Dienstag nochmal mit meinem Bezug abklären, ob das klar geht. Ich hoffe es, denn ich habe schon sozusagen zugesagt und freue mich irgendwie.

*

Heute (Nacht) habe ich dann mal wieder V wie Vendetta geschaut… ich liebe diesen außergewöhnlichen Film einfach! Und gerade, wo ich das hier schreibe, spielen meine Lautsprecher zufällig Tchaikovsky’s Overture 1812 (das Lied zu Beginn des Filmes, wo V das Old Bailey sprengt und zu Ende des Filmes).
Viele sagen, V sei ein Psychopath. Für mich ist er das nicht. Er hat seine eigenart, ja. Aber die hat jeder Mensch. Irgendwie ist er eher sowas wie ein Held. Ich kann seine Handlungen nachvollziehen und finde mutig, was er tut. Abgesehen von den ganzen Zitaten, die wie Butter durch die Kopfhaut ins Gehirn gehen (ja, Butter geht eigentlich nicht ins Gehirn, auch wenn sie lipophil ist). Meine Freundin versteht das… sie liebt genauso diese Vorzüge des Filmes.

***

Morgen Beginnt meine Arbeitswoche wieder… diesmal etwas kürzer aber dennoch ein wenig herausfordernd.

Was mich aber gerade mehr beschäftigt, ist der Typ, dem ich Freitag begegenet bin. Im Grunde begegenet man jede Minute 20-40 Menschen wenn man durch die Shoppingmeile oder generell Innenstadt wohnt. Zumindest bei so einer hohem Bevölkerungsdichte. Aber manchmal hat man Begegnungen, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Wie mit dem einen Typen am Freitag. Es gibt in jeder Stadt solche Plätze (oft auch mehrere), wo sich häufig Gruppen Punker, Junkies, manchmal auch Rechtsradikale, Emos usw aufhalten. Wo mitunter durch hohen Alkoholkonsum des öfteren etwas eskaliert oder die Polizei aufkreuzt. Das gehört einfach zu der Stadt. Ich habe mittlerweile kein Problem mehr damit, auch wenn es früher erstmal gewöhnungsbedürftig war (wenn man eine größere Stadt nicht gewohnt ist). Eigentlich finde ich schade, dass ich nicht mehr Kontakt zu den Menschen habe, nicht wirklich weiß wie es so läuft unter ihnen. Ich kenne nur sehr wenige und die ich kenne, kenne ich nicht von diesen Plätzen sondern aus anderen Orten und Institutionen.
Naja, eigentlich wollte ich was über den Typ schreiben. Er begegnete mir, und fragte mich, ob ich „Sven“ gesehen habe… ich kannte keinen Sven auf diesem Platz, sagte sorry und verneinte freundlich. Was mir aber aufgefallen ist, er hatte eine schwarze weitere Regenjacke an (er wirkte auf mich wie ein netter Typ, der leider auch ein Drogenproblem hat). Die jacke ging bis zu den Handgelenken… sein eines Handgelenk inklusive Hand war bedeckz von verschmiertem, abgetrocknetem Blut, das offensichtlich aus dem Ärmel kam. Woher das Blut kam, konnte man nicht lokalisierej aufgrund der Jacke. Dass es bereits getrocknet war und der Junge keine Eintrübung seines Bewusstseins vermittelte, war schonmal gut. Trotzdem beschäftigte es mich, und als er weg war, fiel mir ein, dass ich ihm am liebsten hätte anbieten solle, nach der Wunde / den Wunden zu sehen. Nadeln richten nicht sowas an, das ist klar. Was / Wer es angerichtet hat, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass solche Menschen häufig kein Geld für Ärzte oder Verbandszeug haben. Weil ich aber fast immer gut ausgestattet mit sowas bin und eine frühere Ausbildung &viel Erfahrung in dieser Richtung habe, hätte ich ihn sicher helfen können. Ich arbeite mittlerweile nicht mehr in diesem Bereich und darf es ohne Auffrischung auch nicht tun. Ich hätte ihn nicht nähen können bzw dürfen aber fürs klammern & ersthilfliche Wundversorgung hätte es allemal gereicht. Ich habe seinen Freund Sven nicht gesehen, aber hätte die Wunde versorgen können. Mehr als die körperliche Hilfe wäre wahrscheinlich sogar die psychische Hilfe gewesen. Das wissen, dass es jemanden gibt, der sich um ihn kümmert. Der seine Wunden sieht, der ihn nicht verurteilt für was er ist oder was er tut. Vielleicht hätte ich ihn von Jesus erzählen können.

Und unlängst das Gefühl, selbst zu wissen, wie es ist, hilflos unter Menschen umherzugehen, keine Hilfe erreichen zu können. Allein zu sein, vergessen, ihnen egal zu sein.

Ich hätte ihn so gern geholfen, ich kann damit nicht sein Leben reparieren und ihm auch keine Wohnung bieten. Aber manchmal sind es die kleinen Gesten, die einen Hoffnung schöpfen lassen.
Er war weg, ich konnte ihn nicht mehr sehen. Ich weiß nicht ob ich ihn nochmal begegne, wo er gerade ist. Wie es ihm geht, ob er noch lebt.

Was mir bleibt sind leere Bilder und die Schatten an der Wand.

-Callejon (Bevor du gehst)

Macht’s gut
Bis Bald
Janey

Für Lea, die viel zu früh ging..

Ich weiß nicht, ob du das hier liest. Ob das hier jemand liest, der dich kannte. Der vielleicht auch mich kennt, doch dies ist unwichtig.
Ich habe gerade ein Video gesehen, wo du mit drauf bist. Mit Menschen, am Tanzen auf einer Veranstaltung. Kein ganzes Jahr später bist du gesprungen. Von der Talbrücke und nie mehr zurück gekommen.

Im Internet nur ein paar wenige Todesanzeigen zu finden. Weiter nichts. Kein Profil, kein Wort über deinen Selbstmord. Ich weiß,  dass deine Beerdigung gut besucht war. Dass sie vielen in Erinnerung bleibt und viele sehr geweint haben.
Leider habe ich alles zu spät erfahren. Als alles schon vorüber war. Du warst beerdigt und unlängst tod.

Du bist nicht der erste Mensch, in meinem Leben (in deinem Fall leider nur in meinem Bekanntenkreis) der mich/uns auf diese Weise verlässt und wirst vielleicht auch nicht der letzte sein. Ich kenne das Gefühl, den Drang, die Sehnsucht nach dem Tod, die oft größer ist als der Lebenswille. Gerade wenn man viel Leid erlebt und viele Probleme hat. Doch weißt du das?

Weißt du, dass du nicht alleine warst? Ich frage mich, wenn ich gewusst hätte, dass etwas los ist in dir drin, ob ich dich aufgesucht hätte bei dieser Veranstaltung. Oder vielleicht schon Jahre vorher wo ich dich gelegentlich aus Entfernung sah. Den Kontakt zu dir gesucht hätte. Vielleicht hätte es dir schon geholfen, zu wissen dass du nicht alleine bist. Alleine mit diesen furchtbaren Gefühlen, mit diesen Todbringenden Gedanken, mit den Depressionen und allen Problemen. Wer weiß wie lange du sie schon hattest. Wie lange du all das mit dir getragen hast. Unter der Last zusammen brachst. Vielleicht hätte es dir geholten vielleicht hättest du Hilfe bekommen.
Vielleicht hätten wir deinen Tod verhindern können. Ich wünsche mir selten in meinem Leben, die Zeit zurück zu drehen. Aber bei dir würde ich es mir so sehr wünschen. Für deine zarte verletzliche Seele.
Die Zeit zurück zu drehen wo du noch lebtest, mit dem Wissen dass du nicht OK bist auch wenn es nach außen hin so aussieht.
Eine Beziehung zu dir aufzubauen, mit dir gemeinsam Hilfe zu suchen.

Manchmal helfen Freunde einem mehr als Therapeuten und Ärzte. Klar sind die auch wichtig aber Freunde begleiten einen dahin und da durch, Freunde zeigen persönliches Interresse und fangen einen auf wenn ein weiterer Teil deines Herzens zerbricht.

Die Maske saß gut. Zu gut. Gut für andere aber schlecht für dich. Und somit am Ende noch schmerzhafter für andere.
Ich wusste nicht, wie es in dir drin abgeht, wahrscheinlich genau so wenig wie du es von mir wusstest. Aber hätte es was geändert wenn wir es wüssten? Ich hoffe es…
Vielleicht hast du mit keinem darüber gesprochen und von keinem anderen mitbekommen, dass es ihn ähnlich geht. Vielleicht fühltest du dich alleine damit… Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht wussten es manche aber der Kampf war zu hart. Der Sturm an der Front zu heftig, hat dich umgehauen. Ich weiß wie das ist. Die Hoffnung zu klein, zu zerbrechlich. Entwurzelt. Die Lügen des Todes und der Depressionen viel zu mächtig…

Wie fühlte es sich an auf der Brücke zu stehen?
Ich weiß wie es sich anfühlt, ein Ende vorzubereiten, kurz davor oder mittendrin zu sein, nur noch Sekunden bis alles vorbei sein würde.

Wie fühltest du dich als du an der Brücke standest? Was hast du gedacht? Hast du in den Himmel oder auf die Erde geschaut?

Ich weiß, dass du in einem christlichen Umfeld aufgewachsen bist. Ich weiß nicht ob du Jesus in deinem Herzen hattest doch ich gehe davon aus… andere waren so begeistert von dir.. hast du das nicht bemerkt oder konntest du es nicht sehen?

Ich hoffe, du bist nun im Himmel und bist gesund. Ich hoffe, du kannst jetzt die Liebe fühlen. Das Leben. Nicht mehr die Probleme, den Hass und das unendliche Leid.

Ich weiß, wie das ist, einsam zu sein und es tut mir so Leid, dass du es warst. Egal wie viele Menschen um dich waren, starbst du letztlich alleine. Auch wenn viele darunter litten, ein Loch in ihrem Herzen wie einst deins, konnte es keiner verhindern.

Ich stelle mir vor, wie Gott deine Seele im Fall auffängt, noch bevor dein Körper auf der Straße aufprallt und zerschmettert. Wie er seine Hand unter dich hält, deine Körperliche Hülle hindurch fällt aber deine Seele in seine Hand fällt, bleibt und dort aufwacht. Geborgen und warm. Unverletzt und Heil durch Ihn. Wie sie vielleicht mit Flügeln wie ein Engel empor steigt und sich von dieser Erde verabschiedet.

Ich wünsche es dir so sehr, Lea.

RIP. – Lea-Johanna G. ♡

Losing touch

I’m losing touch with the earth.
I’m losing touch with reality.

I’m slowly losing touch with humanity.

I’m losing touch with my body. With people. With all that’s around me.

Losing touch with everything I once felt.

I’m fading away without leaving the room.

*

Keine Worte. Es gibt keine Worte mehr.
In diesem Meer aus… undefinierbaren Wolken, schlechte Luft und merkwürdigen Dingen.

Hier gibt es keine Menschen mehr. Hier gibt es keine Sprache. Hier gibt es nichts was real ist. Fast nichts. Außer ein kleines Bisschen. Dieses kleines Bisschen. Was es auch ist. Es steckt in uns. Und es hält uns irgendwie am Leben. Zumindest am Überleben.

*

Aber was ist da noch?

Am Ufer, es ist alles dort, man kann alles sehen, so weit und so groß.
Aber hier, im Meer aus Nichts. Gibt es fast nichts. Nicht mal Paddeln, um ans Ufer zu gelangen. Das Meer zieht dich in die Tiefe, versucht dich zu ersticken, deine Lippen auf ewig zu schließen.

*

Doch dieses kleines Bisschen. Lässt einen irgendwann irgendwie wieder Luft holen und lässt einen ans Ufer gelangen. Egal in welchem Zustand aber lebendig.
Zurück ans Ufer. Zurück in die Welt. In die Realität, zumindest einen Teil von ihr.

Versprochen.

All of your pieces -(Gem)einsam.

„There’s too much smoke to see it.
There’s too much broke to feel this.
I love you, I love you
and all of your pieces.“
(Andrew Belle – Pieces)
**

Wir wissen gerade nicht, wie es weiter gehen soll. Der Umzug letztes Jahr lief gut und die Zeit danach sehr schwankend aber okay. Und jetzt ist alles ziemlich eingeklemmt und schwierig.
Das einzige was mich aufbaut, ist mein Freund, den ich immerhin manchmal sehen kann.

Ich bin übergangsweise bei Verwandten untergekommen. Keiner kann sagen, ob es in der WG wieder klappt. Und wann. Und wo ich hinkomme, wenn es nicht klappt. Wenn es wieder schlimmer wird, muss ich in die Klinik. Sagen sie.
Darum bin ich zurzeit hier, um das erstmal zu verhindern. Noch bis morgen.

Ich weiß nicht viel, ich hab keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Und wo.
Und das kann mir auch keiner sagen.

Aber eins weiß ich. Gott geht mit mir. Und mein Freund hält zu mir. Und es gibt Menschen, die mich Unterstützen.
Den Weg muss ich selber gehen, meine Beine selber bewegen. Leider. Auch wenn ich nichts weiß. Und mich manche so viel fragen, ich keines davon beantworten kann.
Und auch wenn es sich so anfühlt;
Ich gehe nicht allein. Nirgends.

 

I love you, I love you.
…and all of your pieces.

Umzug, oder: Meer und Felsen

Umzug. Ich fahre sowas von Achterbahn.

*-*

K. ist mein Fels in der Brandung. Egal wie weit das Meer sich zurück zieht. Egal wie schnell und wie stark es gegen den Felsen schlägt. Der Fels bleibt beständig und fängt das Meer ab, fängt die Wucht, mit der es getrieben wird, ab. Er wird nass vom Wasser, aber wenn das Meer sich zurück zieht, zwingt es es nicht, zu bleiben, zeigt ihm aber, dass er da ist.

Ein letztes Mal ist das Meer mit dem Felsen verschmolzen. Ein letztes Mal in diesem Haus, in diesem Zimmer. Ein letztes Mal fließen wir, eng umschlungen, verschmelzen, lösen uns auf. Wir fließen davon, fliegen auch davon. Die Musik ist weit weg, alle anderen Menschen weit weg – doch bald wieder sehr nah. Bald kommen wir wieder in der Brandung an, auf dem Boden an.

­

Du an mir, wir zusammen, landen ganz sanft zurück in diesem Zimmer, in dieser Musik, mit dem Wissen, dass es unser letzter Flug, unser letzter Fluss, in dieser Umgebung war. Die Sternschnuppen winken uns zum Abschied; sie behalten uns in Erinnerung und wir sie. Du weißt was gemeint ist. Und irgendwann, vielleicht, kommen wir einst zurück zu unseren alten Freunden. Der Abend, er bleibt immer in mir, in dir, und wir in ihm. Die Sterne lächeln uns an und schweigen. Ein Geheimnis zwischen uns und den Sternen, unergründlich.

Und doch ist’s ein Abschied. Wenn auch nicht heute, so morgen, übermorgen. Sagen wir Tschüss zu den Sternen, zu dem Magischen Ort und zu dem Zimmer, dem Haus, dem Bett, der Wand, den Lichtern. Dem kleinen Sternenhimmel über dem Bett, der vielleicht anderswo auftauchen wird.

Tschüss und vielleicht auf Wiedersehen – doch versprechen können wir’s nicht.

°

°

Viele schöne, bewegende Erinnerungen nehmen wir mit. Die schlechten, schmerzlichen Erinnerungen, die meist einsam, manchmal gar blutend; ich versuche sie hier zu lassen, zurück zu lassen. In dem Zimmer – doch nicht für wen anders. Nimm das Gute mit, bewahre so viel wie möglich davon in deinem Herzen auf, und lass das Schlechte los. Leicht gesagt doch so leicht tut sich’s nicht.

Diese letzte Nacht, dieses letzte Wochenende mit dir hier, magisch, wunderschön. Mein Kissen riecht nach dir, ich möchte es einfrieren. Doch löst sich auch der schönste Duft irgendwann auf. Doch das Kissen nehme ich mit, glücklicherweise.

Deine Hände in meinen, deine Arme um meine, um mich gelegt, möchte ich einschlafen. Den Stress vergessen. Den Umzug. Die Achterbahn. Vergessen wie ich bin, vergessen die Probleme und was Vergangen. Ein Moment. Für dich, für mich. Fern von allem, was schwierig ist. Fern vom Reich der Tränen, fern von Problemen, Stürmen, die über unser Leben ziehen, dem täglichen Wahnsinn. All das vergessen, lass es los. Einen Moment Hoffnung, einen Moment nur Liebe.

Nur Liebe und einander Haben. Egal was war, egal was ist und was kommt.

°

°

Halte an ihm fest, halte mich fest. So wie das Meer und der Felsen. Er löst sich im Meer auf und das Meer in ihm, doch bleiben beide sie selbst. Das Meer, nass, kalt und manchmal warm, manchmal schwach und manchmal gewaltig, manchmal weit weg und manchmal ganz nah. Es hat Energie, hat sie aber nicht immer wenn sie sie braucht, und keiner vermag diese Energie zu kontrollieren. Keine Menschen, keine Felsen, kein Himmel. Nicht mal das Meer selbst vermag dies. Der Felsen fest, oft auf den ersten Blick unnahbar, doch keiner weiß wie tief er reicht, wie schwer er ist und was in ihm verborgen. Doch genauso geht es dem Meer.

Es schlägt gegen viele Felsen, gegen kleine Steinchen und gegen Sandbänke. Doch in einem Felsen kehrt es immer wieder zurück. Bei ihm bleibt es. Ich hoffe für immer. Der Felsen und das Meer. Der magische Ort. Die Sternschnuppen.

°

°

Das „I love you“ an der Wand. Eines der wenigen Dinge, die ich noch nicht abgehängt habe. Und ein Foto von uns. Und Lena, du weißt schon, bei mir.

Danke dafür.

Und Danke, Gott, dafür.

Für den Halt, ein bisschen,

in einem stürmischen, scheinbar wurzellosen

Leben.

Gespräche -schwierige Themen

Ich muss das jetzt noch schreiben obwohl ich unbedingt schlafen gehen sollte…

***

Manchmal macht es einen riesige Angst, Dinge anzusprechen von denen man weiß, dass sie für das Gegenüber oder sich selbst sehr schwierige Themen sind. Oder sehr leidige Themen sind.

Man stirbt fast vor Unruhe während man auf die Reaktion des Gegenübers wartet.

Und man bekommt Bauchschmerzen wenn man das Thema durchkaut, vielleicht in einen deprimierenden Streit gerät,  die Anspannung vor dem Ergebnis ist nicht auszublenden.

Doch ist es verdammt wichtig, es anzusprechen. Denn wenn man das Problem versucht auszublenden, schön zu lügen,  es vielleicht mal irgendwann anspricht aber nur nebenbei und nicjt durch die Blume sondern durch einen ganzen Garten sodass es die Aussage völlig verfehlt…

…all das macht es nur größer. Wenn auch das Problem selbst sich nicht vergrößert, so scheint es immer größer zu werden, es wird immer angsteinflößender, die Ketten fesseln einen immer fester sodass man bereits blutet und es wehtut. Und zugleich ist die Panik größer als je zuvor…
…und letztendlich läuft es auf einen Abbruch hinaus. Ein Abbruch der zwischenmenschlichen Beziehung, eine Flucht aus der Situation, ein Beenden des gesamten Laufes…
Der Schatten des Problems wurde immer größer sodass man letztendlich an den eigenen Ketten erhang, am eigenen Erbrochenen erstickte; an der eigenen Wunde verblutete.
Weil man die Sache nicht anging.
Das Problem nicht sehen wollte bzw sich ihm nicjt stellen wollte. Den Mut dazu nicht aufbrachte.
Und kurz vor dem Ende wünscht man sich, man hätte es von Anfang an angesprochen.  Wie tausendmal leichter wäre das gewesen im Vergleich zu jetzt. Wie tausendmal besser wäre es gelaufen.
Doch nun ist es vorbei…

Jetzt bloß nicht deprimiert das Fenster schließen!
Im letzten Abschnitt habe ich doch nur verdeutlicht wie die Dinge sich früher oder später entwickeln wenn man NICHTS tut. Damit ihr versteht wieso NICHTS sagen letztendlich das Ende bedeutet.

>>>>>>>HALT! Es gibt doch auch noch die andere Option (die man vielmehr auch wirklich als jene bezeichnen kann).

Richtig – es ANzusprechen. Aussprechen geht da auch 😉

Am anfang dieses Posts ging ich schon einmal kurz darauf ein;
Jetzt habt ihr einen großen Teil, warum es so sehr wichtig ist, zu sprechen, verstanden.

Wenn man es anspricht… ja, vielleicht führt es zu einen Konflikt. Vielleicht auch nicht nur zu einen und auch nicht gerade einen Kurzen. Und natürlich ist es nicht gerade ein rosiges Gefühl über bedrückende, ausweglos scheinende Probleme oder peinliche und schmerzhafte Situationen zu sprechen.

Aber…
Es entlastet ungemein. Es mag sein dass man sich unmittelbar nach dem Gespräch schlecht fühlt weil man das Gegenüber zum Zweifeln gebracht hat oder deprimiert hat und es fast wieder bereut es angesprochen zu haben…
Trotzdem ist es ein unheimlich wichtiger Schritt für die zwischenmenschliche Beziehung und alle Beteiligten. Es macht Mut, die Sache anzugehen und tut gut darüber auch in Zukunft sprechen zu können. Es sprengt die Ketten und man kann wieder atmen und sich bewegen. Erleichtert durchatmen und für einen Moment die Augen schließen.

*

Auch ich durfte heute Nacht erfahren, wie gut es für die Seele ist, so etwas durch Gespräch raus zu haben. Und es ging mir vorher mit den Themen alles andere als gut, gerade während des Gespräches war mein Zustand auf dem Tiefpunkt.
Für meinen Partner (mein Gegenüber in diesem Gespräch) war es auch nicht einfach und auch er hat sich Gedanken gemacht.
Doch wenn man eine Zukunft mit der Person haben möchte, muss man da durch. Es ist schwer.  Aber nicht unmöglich. Und es schweißt einen noch mehr zusammen, auch das Vertrauen z.B. wächst.

Ich möchte euch Mut machen, auch schwierige Themen offen anzusprechen. Wenn ihr es ansprecht habt ihr immernoch tausendmal weniger zu verlieren als wenn ihr es schönlügt und es so weiter wachsen lasst.

Noch ein paar Tipps für euch:

*nehmt euch bewusst Zeit für dieses Gespräch, schaltet eure Handys/Computer ab (oder mindestens auf stumm) und zieht euch zurück, vielleicht auch in die Natur oder anderswo wo ihr gut reden könnt.
*Betet vor dem Gespräch zusammen oder alleine für das Gespräch (z.B. um Mut, Geduld, klare Gedanken, Kraft, überlegte Worte usw…). Das hat auch den Nebeneffekt dass ihr ruhiger werdet.
*Bevor ihr/du mit dem eigentlichen Thema loslegt, schafft einen vertrauensvollen&ehrlichen Rahmen für das Gespräch. Gebt euch Sicherheit, beruhigt euch gegenseitig und überlegt euch wie ihr während des Gespräches mit dem Anderen umgeht.
*Achtet auf Gesprächsregeln (einander zuhören,  ausreden lassen und Zeit geben, Ernst nehmen, nicht persönlich angreifend werden usw…). Eigentlich sollte so etwas selbstverständlich sein abrr gerade bei schwierigen Themen ist das ganz besonders wichtig, um das Vertrauen durch so etwas nicht zu beeinträchtigen.
*Haltet für weitere Fragen/Anmerkungen zu dem Thema die Kommunikationslinie offen. Das gibt euch gegenseitig die Sicherheit, dieses Thema jederzeit wieder ansprechen zu können und es wird euch nicht wieder so enorm viel Überwindung kosten.
*Ermutigt euch am Ende des Gesprächs, z.B. mit den Worten „Wir schaffen das!“ Oder „Gott geht mit uns!“ oder andere positive Leitsätze…

***

Vielleicht ist einer von euch gerade in solch einer Situation und bekommt durch diesen Blog den nötigen Schubs den es noch braucht.

Ich wünsche es euch.

Bei Fragen/Ergänzungen etc.. steht euch weiterhin meine E-Mail Adresse zur Verfügung.

Ein gesundes, gesegnetes und mit wertvollen Erfahrungen gefülltes neues Jahr 2014!

Eure Jane

Free Tiger!

***

„I used to bite my tongue and hold my breath
Scared to rock the boat and make a mess.
So I sat quietly,
Agreed politely

I guess that I forgot I had a choice
I let you push me past the breaking point
I stood for nothing
So I fell for everything

You held me down -But I got up!
Already brushing off the dust
You hear my voice! -You hear that sound
*Like thunder gonna shake the ground*
You held me down –But I got up!
Get ready ‚cause I’ve had enough
I see it all, I see it now

*

I’ve got the eye of the tiger, a fighter!
Dancing through the fire
‚Cause HE is my champion
And you’re gonna hear me roar!“

Louder, louder than a lion.
‚Cause HE is my champion;

*

~~~-And you’re gonna hear me ROOOAAARRR!!!~~~

 ~

bathing_tiger

🙂