Geschützt: Eskalation – und Umkehr?

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I am cut *trigger*

~~ ACHTUNG: Dieser Text könnte Triggern! ~~

**

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

A fragile frame aged
With misery
And when our eyes meet
I know you’ll see

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut

I may seem crazy
Or painfully shy
And these scars wouldn’t be so hidden
If you would just look me in the eye
I feel alone here and cold here
Though I don’t want to die
But the only anesthetic that makes me feel anything kills inside

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut
Pain
I am not alone
I am not alone

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

But I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I found it when
I was cut

***

Finde mich in diesem Text soo wieder…

Ich will keine Angst haben. Ich will nicht innerlich sterben nur zu atmen, ich hab es satt mich so betäubt zu fühlen,  ja es gibt Befreiung, und ich erhalte sie wenn ich zerschnitten bin… leider.

Ich glaube, wir Menschen sind süchtig nach unserer eigenen Selbstzerstörung. Rauchen, Arbeiten, Saufen, Party, Fressen, Hungern, Abhauen, Schneiden, sich von anderen abtrennen, Solarium, Leistungssport…. damit schaden wir und selbst aber tun es, vielleicht extra deswegen. Wir sind süchtig danach, weil es uns den Schmerz vergessen lässt. Die Krebs-Warnung auf den Zigaretten ist uns egal. Die Triggwerwarnung über diesem Beitrag ist manchen von euch egal. Zumindest mir oft. Sie macht es sogar noch interessanter.

##

Ich hab schon mega Fortschritte gemacht aber manches ist irgendwie grad total blöd… Der Druck war zu lange zu hoch und dann ist es irgendwann einfach rausgebrochen, unkontrolliert, tief und viel, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir hätten wieder in die Notaufnahme fahren sollen aber weil es nicht lebensgefährlich war, habe ich es so versorgt. Ist nicht ideal, aber wenn man das vernünftig versorgt, es sauber hält, die Verbände gut wechselt, heilt es auch mal ohne nähen, es braucht halt nur länger und die Narbe ist dann eben breiter.

Es war so tief und so viel Blut, dass der Druck längst weg sein sollte, aber er kommt trotzdem. Die Anspannung. Nicht so extrem dass ich sofort wieder Craving bekomme und panisch Klingen suche, so schlimm nicht, aber immernoch deutlich und so, dass ich kaum Appetit habe, kaum etwas essen kann oder mich ganz auf eine andere Tätigkeit konzentrieren kann. Und der Verband immer, ständig der stechende Schmerz, nicht richtig duschen dürfen, die Narben die es gibt die ich nie wieder los werde….

Toller Urlaub. Auch wenn es ja irgendwie meine Schuld ist, zumindest wie weit man sagen kann ob man die Dinge in der Hand hat. Aber WENN jemand Schuld hat, dann ich.

Nur ist das alles anders als ichs mir vorgestellt hab, als mein Urlaub anfing :-/

Aber es tut gut darüber zu schreiben.. ich habe auch mit paar wenigen Leuten darüber geredet… der Zwischenweg ist sehr schwer. Es zu beschönigen bzw zu behaupten es sei nicht so tief gewesen und habe kaum geblutet ist gelogen. Aber ich möchte auch nicht dass sich jemand sorgen macht.

Die Tage danach fühlt es sich immer so komisch an. Ich geh einkaufen, trage eine weite Jacke über dem dicken Verband, und trotzdem fühlt es sich so an als weiß jeder was ich tue. Und man will es direkt Wiederholen oder kann fast nicht aufhören weil jegliche Hemmungen erstmal weg sind. An den Verband muss man sich auch erstmal wieder gewöhnen. Fühlt sich an wie runterkommen. Coming-down. Wenn alles wieder runterfährt und sich einpendelt bzw dabei ist. Hat für mich immer was von Geschlossene. Oder generell Psychiatrie. Da hab ich mich auch immer erstmal so gefühlt als ich einen neuen Aufenthalt begonnen habe. Und gerade wo ich das schriebe, habe ich den Geruck vom Essensbereich im Kopf. Merkwürdig was unser Gehirn so treibt.

Naja, bald sehe ich meine Freundin. Meine Beste. Sie ist mein Licht im Wald.

Rückfälle sind scheiße. Sie ficken dein Herz und verätzen dein Gehirn, knocken deinen Körper aus. Und es ist ein Spiel mit dem Tod, wenn man es exzessiv macht.

Einmal die Dosis deiner Drogen zu hoch, fällst du ins Koma oder stirbst. Einmal tief an der falschen Stelle geschnitten, blutest du aus und stirbst in deiner Blutlache oder im Krankenhaus auf der Intensivstation weil der Rettungsdienst zu spät kam und sich dein Kreislauf auch nach dem Nähen trotzdem nicht mehr regeneriern  konnte.

Ein Moment. Ein Schritt. Ein Schnitt. Ein Tropfen. Eine Spritze. Ein Schluck. All das kann über Leben und Tod entscheiden.

+++

Es ist scheiße wenn man schon so lange drin hängt. Sind über 6 Jahre mittlerweile. Ich kann die Rückfälle reduzieren aber ich komm einfach nicht raus aus der Sucht. Im Endeffekt hat sie mich doch irgendwie im Griff. Sucht ist nichts was man mit dem eigenen Willen steuern kann, oder worüber man Macht hat.

Es macht einen großen Unterschied, ob du die Dinge im Griff hast, oder ob sie dich im Griff haben.

#

Ich will gesund werden.

….

schmerzvegressen

Update (10.Juni) – sowas wie Tagebuch

Ich bin grade auf dem Weg  nach Hause und dachte, ich lass euch mal was da.

Unsere Facebook-Seite hat schon über 200 Likes und das in den wenigen Tagen – erstmal ein fettes Danke an euch alle dafür 🙂

Meine Woche war anstrengend. Es war nicht besonders viel aber eben normal viel. Die letzte Woche war ich psychisch richtig am Arsch, was sich auch noch auf diese Woche auswirkte. Heute ist der erste Tag wo es mir wirklich einigermaßen ganz gut geht und es auch relativ konstant bleibt.
Das ständige auf und ab ist schon sehr anstrengend und manchmal fühlt man sich so beschissen, dass man denkt, es geht nicht mehr weiter und man will die nahe Zukunft lieber gar nicht erleben. Und trotzdem wacht man jeden Tag wieder auf.
Und da ich das tue, scheint das irgend ein Grund zu haben. Dass ich noch hier bin, scheint irgendein Grund zu haben. Zumindest soll ich derzeit nicht tot sein, denn da gabs mehr als genug Gelegenheiten, mich sterben zu lassen.
Also bin ich hier. Und frage mich wieso und was ich mit meiner Zeit anfange.
Da ich (wie manche wissen) auf Hilfe im Alltag angewiesen bin, bleibt mir nicht ganz so viel übrig.
Und ehrlich gesagt, habe ich noch keine Antwort gefunden. Zumindest derzeit kein Plan wo’s hingeht. Zurzeit investiere ich Einiges in den Blog und in unsere Facebook-Seite, wo wir gute Kontakte am aufbauen sind.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag Zuhause sitze und überlege was ich machen soll. Ich geh Arbeiten, zum Sport, zu den Therapien, gelegentlich zu diversen Ärzten (leider) oder einkaufen, und manchmal schaffe ich es, Freunde oder Familienmitglieder zu sehen, wenn auch eher selten, besonders letzteres.

Ich weiß nicht ob ihr das kennt. Man will was machen. Eigentlich macht man viel und eigentlich funktioniert man gut. Vielleicht bleibt hier und da mal ein Funke zeit für sich selbst, wo man versucht sich auzuruhen, Filme schaut oder unter Umständen sich zuballert, oder anderweitig die stärksten Schmerzen betäubt. Ich hoffe nicht, aber ihr wisst was ich meine.
Eigentlich macht man ständig was und trotzdem fragt man sich, ob das alles ist?? Zieht das Leben nicht irgendwie an einem vorbei?? Deine Zeit läuft ab und du bist ständig am machen. Aber wohin führt das ganze? Wo soll das hin führen, wo willst du hin???
Ich weiß nicht was für ein Leben in meiner Zukunft ist. Wie alles wird. Keine Ahnung. Jeder sagt man hat es selbst in der Hand. Gibt es da einen Unterschied  zwischen Kranken und Gesunden? Zwischen Behinderten und nicht-behinderten? Und wenn ja, welchen?
Haben auch wir es in der Hand oder nur die „Normalen“, die Gesunden oder Fitten? Haben wir nur einen kleineren Spielraum? Man sagt mir, dass ich in einigen Bereichen nie arbeiten können werde, dass ich einige Dinge nie tun können werde. Aber wie ist es wirklich?  Was ist drin und was nicht?

Kein Wunder, dass so viele von uns Drogen ballern. Sich zuballern bis die scheiß Gedanken aufhören, bis der verfickte Schmerz endlich weg ist. Zumindest für paar Stunden. Wenn man keine gute Perspektive hat, wenn andere nicht an einen glauben, ist es schwer die Realität zu ertragen. Und selbst an sich zu glauben. Die Drogen geben einen irgendwie halt. Was man kennt, auch wenn es schlecht ist, gibt einen manchmal unheimlich viel Halt. Mamchmal zu viel um Loszulassen. Egal ob Pillen, Pulver, Gras, Klingen, Alkohol, Kippen oder Mehrere zusammen. Zocken, Sex, Medikamente, nur Arbeiten, egal. Jeder hat irgendetwas, das ihn den Schmerz nimmt oder vergessen lässt. Es gibt sogar Leute, die sich ins Lernen flüchten. Keine schlechte Tätigkeit, aber wenn mans übertreibt für die Psyche nicht viel weniger Selbstzerstörerisch wie harter Stoff.
Aber müssten wir nicht viel mehr an dem Schmerz selbst arbeiten als an den Folgen des Schmerzes (Depression, Selbstverletzung, Drogen ….)?

Ihr könnt mir gern schreiben oder kommentieren, wie es euch damit geht, wie ihr das handelt oder wenn ihr es vielleicht nicht handeln könnt. Wie seht ihr das Ganze? Welche Tipps habt ihr für Andere?

Unsere Facebook-Seite, die mit dem Blog gewissermaßen gekoppelt ist:

Name: Lebenswege mit: Depression, Dissoziation, Sucht, & mehr.

Oder: Facebook.com/LebenswegeDDS

***

Also dann

Genießt euren Abend noch & verbringt ein Schönes Wochenende ♥

Bleibt sauber (;
-Janey

Stay cleeeany

Clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben….. nicht verkacken….
ich übernachte morgen bei meinem Freund… sehe ihn zum ersten Mal seit drei Wochen… zun ersten Mal in der neuen Wohnung… klar wird es ne Umgewöhnung.. aber ich will es nicht verkacken. Ich hoffe, es wird jetzt besser mit uns…
Ich bin motiviert zu kämpfen.
Aber es ist auch hart clean zu bleiben UND den Stress irgendwie zu managen. Den Stress von der Arbeit & so aber besonders Stress mit ihm ist das schlimmste für mich. Stress mit meiner Besten wäre auch schlimm aber wir haben nie richtig Stress. Ich weiß schon, warum sie meine Bestiii ist ♥
Falls du das hier liest: Hab dich lieb 😉

Einerseits is das ganze irgendwie hart und ich bin froh erstmal Wochenende zu haben also ab morgen. Und dass es hoffentlich besser läuft. Das letzte Mal bei ihm übernachten war echt furchtbar zumindest am ersten Tag und unsere Treffen in letzter Zeit auch eher schwierig und traurig als aufbauend…
Ich glaub das liegt in meiner obligatorischen Frühlingskrise. Habe das leider zu spät kapiert aber es wäre logisch. Die letzten Jahre nämlich auch im Frühjahr ne fette Krise gehabt mit allem drum und dran, die dieses Jahr endlich etwas schwächer ausgefallen ist.
Meine Therapeutin (der ich noch nicht besonders vertraue aber in Not doch mal was erzähle) unterstützt diese Theorie; warum auch immer. Und sie sagt, dass es wichtig ist, dass ich ihn treffe und wir länger Zeit verbringen also übernachten.
Aber ich muss so halbwegs stabil dafür sein. Ich kann nicht mitten in der Nacht nach Hause (in meine Gruppe) wie sonst im Notfall. Weil das weiter weg ist. Müsste dann in die Notaufnahme stationär gehen und alleine (außer mit ihm) aber da ist alles so fremd und die Ärzte sind so unnett man fühlt sich so schlecht wenn man an einen genervten Arzt gerät. Also lieber nicht ins KH. Lieber irgendwie stabil sein, clean bleiben, bei ihm übernachten und versuchen die Zeit zu genießen. Ich weiß nicht ob es gut wird aber es wäre schon sehr cool wenn es „Okay“ wird und ich danach nicht extrem aufgewühlt, ängstlich, depresiv und angespannt bin.

Aber eine coole Sache gibt es auch und ich freue mich grade irgendwie drauf auch wenn es mir Angst macht. Ich bin wieder zu einem Dreh geladen worden. Schon in 2-3 Wochen. Die Organisatoren haben mich über die Kartei kontaktiert und nach einem kurzen Wortwechsel sagen sie, es war sehr schwer so jemandem zu finden und ich würde sehr gut passen. Keine Ahnung warum 😀
Es wird diesmal ein kürzerer Job aber wichtiger ist mir, dass wir Spaß haben, praktisch ist aber auch, dass sie für den kompletten Aufenthalt aufkommen. Obwohl es ne kleinere Sache ist, kriegen die auch Outfits und Styling gemacht (die sollten gaaanz viel Camouflage einpacken *harhar*). Wird bestimmt ne coole Sache. Ich hoffe nur, dass meine Menschen sich nicht querstellen oder die Ärzte&Therapeuten irgendwas dagegen einwenden. Manchmal suchen die irgendwas zu bearbeiten wenn ihnen langweilig ist, habe ich das Gefühl.

Positive Bluttests blablablaaa… noch mehr Bluttests blaaa…. Medikamente erhöhen blablablaa… Rausfliegen, Mitarbeiten blablablaaa… und seine Ruhe hat man nie egal ob man will und egal ob man mittlerweise längst volljährig ist…

Naja egal 😀 kommt schon rum irgendwie^^ würde mich echt freuen wenn mal wieder was klar geht, auch wenn ich nicht weiß ob alles klappt.

Ich halte euch auf den Laufenden
-Naja vielleicht 😉

Tanz auf der Klinge

image

Der Tanz auf der Klinge
Der Strick um mich herum
ich weiß es
Ich kann nur verhindern, dass er mich zerquetscht
zumindest nicht sofort

Aber gleichzeitig sitzt er so fest
Der Strick an der Klinge
Kann ihn nicht ausziehen, nicht herausgleiten

Nur auf der Klinge tanzen
von ihr kontrolliert

Sie kann mich nicht töten, jetzt
Und doch sind wir dem Tode geweiht
Sie wird mich töten?
Wenn irgendwann die Klappe zu geht
ist es zu spät

Es stirbt, wer drin ist
Sie spaltet die Geister
Genauso wie die Körper
Das lebendige Fleisch
leblos danach

Gib mir bitte noch Zeit
Halte die immertickende Uhr an
Habe Geduld

Der Kampf mit dem Strick ist so hart
Die Front im Krieg gegen die Sucht stürmig
So hoffe ich es irgendwann zu schaffen

Der Tanz auf der Klinge
Der Kampf mit den Schnitten
Meist gewonnen, oft verloren,
zieren Narben meine Haut
Oder was davon übrig ist

Überleben, ja…
Um welchen Preis?

Der Preis der „Freiheit“
ungeahnt
Im Inneren verborgen
Durchdringt jede Schicht
fließt es heraus
Freiheit oder Gefangen?

Der Kampf zu hart.
Der Berg zu hoch.
Meine Kraft zu Ende.
… ist es?

…zu viel zu tun
Zu viel zu lassen
Hangelst dich von Trip zu Trip
Von Entzug zu Entzug
Von Kampf zu Kampf
Lässt du immer mehr Krieger auf dem Schlachtfeld zurück
Immer mehr Blut
Wie lange noch?

Ein Weg ohne Ende
Im Pendel der Sucht

dichter Nebel aus den Geistern
Den Geistern der Verletzungen
betäuben so schön
lindern den unendlichen Schmerz

„Überleben“
doch ist es kein Leben,
höchstens ein „über“
doch eher ein unter
Es geht Bergab
Die Anziehungskraft zu stark..

ÜberUnterleben –

Mein Schicksal in deinen Händen
Mein Herz gefangen in der Sucht

Sei mein Zuhause
Hole mich wenn es zu Ende geht,
Wenn meine letzte Kraft weicht,
Wenn alles sich auflöst
Und der Druck auf meiner Brust meinen Atem für immer lähmt

Und Mein Herz stoppt.

_/\__/\__/\__/\__/\__._____________

Verzeih mir.

SIAD 1.März „Self-Injury-Awareness-Day“ 2016

Heute am 1. März ist mal wieder Self-Injury / Self-Harm-Awareness-Day (SIAD). bzw. auf Deutsch ungefähr: „Selbstverletzung Bewusstseins Tag 2016“

Da ich diesen die letzten Jahre jedesmal sehr unglücklich verpasst habe, mir dieser Tag aber sehr am Herzen liegt, habe ich ihn mir für dieses Jahr extra eingetragen um ihn nicht WIEDER zu vergessen…. Nun ist er da und ich habe….. keinen vorbereiteten Post 😀
Naja, das wird schon.

^^^

AAAlsooo….

->Was ist das???
Einige von euch werden ihn kennen, die meisten allerdings nicht. Der SAID ist ein internationaler (weltweiter) Tag zur Förderung des Verständnisses von – und zur Aufklärung  über – Selbstverletzendes Verhalten. Kein schönes Thema; ein schwieriges Thema, was, wenn es ‚die falsche‘ Aufmerksamkeit bekommt, noch mehr persönliche Freiheit nehmen kann bzw noch schlimmer werden kann als es schon ist.

Beim SIAD geht’s aber nicht um die Verletzungen selbst, das wäre (denke ich) auch die falsche Aufmerksamkeit.

Es geht darum, über Selbstverletzendes Verhalten (kurz SvV) aufzuklären: Was ist es, wie entsteht es, wo kommt es her, warum machen manche  Menschen das, tun sie das überhaupt freiwillig / oder „aus Spaß??“, was geht in den Betroffenen vor, wie geht man damit um (als Betroffener wie auch als außenstehender) und was kann man dagegen tun?

Auch geht es beim SIAD darum, das Verständnis für Betroffene zu fördern. Verständnis für die persönlichen Probleme, die inneren Konflikte in denen sie häufig stehen, für die extremen Gefühle(&-schwankungen), und alles weitere was noch so dahinter steckt zu fördern. Nicht zu verurteilen sondern zu verstehen. Das ist schwer, wenn man das nicht von sich selbst kennt, doch verurteilen fördern meistens das SvV nur; Verständnis hingegen und für jemanden da sein, unterstützt Betroffene in ihrem Kampf gegen SvV. Aber um jemanden darin etwas unterstützen zu können und zu verstehen ist es widerrum wichtig das SvV an sich zu verstehen, wo wir wieder bei Aufklärung angelangt sind.

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Losing touch

I’m losing touch with the earth.
I’m losing touch with reality.

I’m slowly losing touch with humanity.

I’m losing touch with my body. With people. With all that’s around me.

Losing touch with everything I once felt.

I’m fading away without leaving the room.

*

Keine Worte. Es gibt keine Worte mehr.
In diesem Meer aus… undefinierbaren Wolken, schlechte Luft und merkwürdigen Dingen.

Hier gibt es keine Menschen mehr. Hier gibt es keine Sprache. Hier gibt es nichts was real ist. Fast nichts. Außer ein kleines Bisschen. Dieses kleines Bisschen. Was es auch ist. Es steckt in uns. Und es hält uns irgendwie am Leben. Zumindest am Überleben.

*

Aber was ist da noch?

Am Ufer, es ist alles dort, man kann alles sehen, so weit und so groß.
Aber hier, im Meer aus Nichts. Gibt es fast nichts. Nicht mal Paddeln, um ans Ufer zu gelangen. Das Meer zieht dich in die Tiefe, versucht dich zu ersticken, deine Lippen auf ewig zu schließen.

*

Doch dieses kleines Bisschen. Lässt einen irgendwann irgendwie wieder Luft holen und lässt einen ans Ufer gelangen. Egal in welchem Zustand aber lebendig.
Zurück ans Ufer. Zurück in die Welt. In die Realität, zumindest einen Teil von ihr.

Versprochen.

Schatten und Licht

Es ist richtig und falsch.

Ich will es, aber will es auch nicht. An der Grenze zwischen Leben und Tod spielt meine Seele Fangen. Summt die immer gleiche Melodie, vorwärts und rückwärts.

Soll ich mich einfach gleiten lassen? Zerreißen lassen von den umgebenden Wesen, betäuben lassen von der weiten Nacht? Wird es mein Absturz sein oder mein Sieg?

*

Und morgen, wenn alles vorbei ist…

Sind wir dann noch eins? Sind wir dann noch hier?

Ich schaffe das hier nicht. Nicht alleine. Ich möchte fliehen doch ich bin erst gelähmt, dann erstarrt.

Ich möchte schlafen, doch meine Augen sind weit aufgerissen. Und zugleich fallen meine Lider zu, doch der Geist ist rastlos. Er kann seinen Frieden nicht finden. Nie.

War es falsch? Oder war es vielleicht sogar heilsam?

Kann der Schaden die Heilung bringen? Muss man erst wieder richtig abstürzen um fliegen zu können? Muss man dem Tod tief ins Auge blicken um das dünne, zerbrechliche Leben fühlen zu können? Oder hat man dann erst recht Blut geleckt und wird magnetisch angezogen von der Dunkelheit? Vom Tod? Von den dunklen Wesen und den (leeren) Versprechungen? Von dem Gefühl, high zu sein, das die Leere in uns doch nicht ausfüllt?

Schatten gegen Licht. Absturz gegen Erfolg. Tag gegen Nacht. Wunde gegen Heilung.

Du gegen mich.

Ich an dir. Fest.

.

Dort schwebt sie, die ruhlose Seele meiner selbst.

Weit über den Häusern und Lichtern der Stadt, sie fliegt wie ein Adler. Winkt dir zum letzten Mal. Ich winke dir zum letzten Mal. Und sie schwebt immer weiter, immer höher. Davon. Weit weg.

Bis ihre Flügel zerreißen und sie in die unendliche Tiefe des Universums tauchen. Ohne ein Fünkchen Widerstand. Kraftlos. Willenlos. Hoffnungslos?

Schnell und faszinierend hinab. Du und ich. Heute und morgen.

Gespräche -schwierige Themen

Ich muss das jetzt noch schreiben obwohl ich unbedingt schlafen gehen sollte…

***

Manchmal macht es einen riesige Angst, Dinge anzusprechen von denen man weiß, dass sie für das Gegenüber oder sich selbst sehr schwierige Themen sind. Oder sehr leidige Themen sind.

Man stirbt fast vor Unruhe während man auf die Reaktion des Gegenübers wartet.

Und man bekommt Bauchschmerzen wenn man das Thema durchkaut, vielleicht in einen deprimierenden Streit gerät,  die Anspannung vor dem Ergebnis ist nicht auszublenden.

Doch ist es verdammt wichtig, es anzusprechen. Denn wenn man das Problem versucht auszublenden, schön zu lügen,  es vielleicht mal irgendwann anspricht aber nur nebenbei und nicjt durch die Blume sondern durch einen ganzen Garten sodass es die Aussage völlig verfehlt…

…all das macht es nur größer. Wenn auch das Problem selbst sich nicht vergrößert, so scheint es immer größer zu werden, es wird immer angsteinflößender, die Ketten fesseln einen immer fester sodass man bereits blutet und es wehtut. Und zugleich ist die Panik größer als je zuvor…
…und letztendlich läuft es auf einen Abbruch hinaus. Ein Abbruch der zwischenmenschlichen Beziehung, eine Flucht aus der Situation, ein Beenden des gesamten Laufes…
Der Schatten des Problems wurde immer größer sodass man letztendlich an den eigenen Ketten erhang, am eigenen Erbrochenen erstickte; an der eigenen Wunde verblutete.
Weil man die Sache nicht anging.
Das Problem nicht sehen wollte bzw sich ihm nicjt stellen wollte. Den Mut dazu nicht aufbrachte.
Und kurz vor dem Ende wünscht man sich, man hätte es von Anfang an angesprochen.  Wie tausendmal leichter wäre das gewesen im Vergleich zu jetzt. Wie tausendmal besser wäre es gelaufen.
Doch nun ist es vorbei…

Jetzt bloß nicht deprimiert das Fenster schließen!
Im letzten Abschnitt habe ich doch nur verdeutlicht wie die Dinge sich früher oder später entwickeln wenn man NICHTS tut. Damit ihr versteht wieso NICHTS sagen letztendlich das Ende bedeutet.

>>>>>>>HALT! Es gibt doch auch noch die andere Option (die man vielmehr auch wirklich als jene bezeichnen kann).

Richtig – es ANzusprechen. Aussprechen geht da auch 😉

Am anfang dieses Posts ging ich schon einmal kurz darauf ein;
Jetzt habt ihr einen großen Teil, warum es so sehr wichtig ist, zu sprechen, verstanden.

Wenn man es anspricht… ja, vielleicht führt es zu einen Konflikt. Vielleicht auch nicht nur zu einen und auch nicht gerade einen Kurzen. Und natürlich ist es nicht gerade ein rosiges Gefühl über bedrückende, ausweglos scheinende Probleme oder peinliche und schmerzhafte Situationen zu sprechen.

Aber…
Es entlastet ungemein. Es mag sein dass man sich unmittelbar nach dem Gespräch schlecht fühlt weil man das Gegenüber zum Zweifeln gebracht hat oder deprimiert hat und es fast wieder bereut es angesprochen zu haben…
Trotzdem ist es ein unheimlich wichtiger Schritt für die zwischenmenschliche Beziehung und alle Beteiligten. Es macht Mut, die Sache anzugehen und tut gut darüber auch in Zukunft sprechen zu können. Es sprengt die Ketten und man kann wieder atmen und sich bewegen. Erleichtert durchatmen und für einen Moment die Augen schließen.

*

Auch ich durfte heute Nacht erfahren, wie gut es für die Seele ist, so etwas durch Gespräch raus zu haben. Und es ging mir vorher mit den Themen alles andere als gut, gerade während des Gespräches war mein Zustand auf dem Tiefpunkt.
Für meinen Partner (mein Gegenüber in diesem Gespräch) war es auch nicht einfach und auch er hat sich Gedanken gemacht.
Doch wenn man eine Zukunft mit der Person haben möchte, muss man da durch. Es ist schwer.  Aber nicht unmöglich. Und es schweißt einen noch mehr zusammen, auch das Vertrauen z.B. wächst.

Ich möchte euch Mut machen, auch schwierige Themen offen anzusprechen. Wenn ihr es ansprecht habt ihr immernoch tausendmal weniger zu verlieren als wenn ihr es schönlügt und es so weiter wachsen lasst.

Noch ein paar Tipps für euch:

*nehmt euch bewusst Zeit für dieses Gespräch, schaltet eure Handys/Computer ab (oder mindestens auf stumm) und zieht euch zurück, vielleicht auch in die Natur oder anderswo wo ihr gut reden könnt.
*Betet vor dem Gespräch zusammen oder alleine für das Gespräch (z.B. um Mut, Geduld, klare Gedanken, Kraft, überlegte Worte usw…). Das hat auch den Nebeneffekt dass ihr ruhiger werdet.
*Bevor ihr/du mit dem eigentlichen Thema loslegt, schafft einen vertrauensvollen&ehrlichen Rahmen für das Gespräch. Gebt euch Sicherheit, beruhigt euch gegenseitig und überlegt euch wie ihr während des Gespräches mit dem Anderen umgeht.
*Achtet auf Gesprächsregeln (einander zuhören,  ausreden lassen und Zeit geben, Ernst nehmen, nicht persönlich angreifend werden usw…). Eigentlich sollte so etwas selbstverständlich sein abrr gerade bei schwierigen Themen ist das ganz besonders wichtig, um das Vertrauen durch so etwas nicht zu beeinträchtigen.
*Haltet für weitere Fragen/Anmerkungen zu dem Thema die Kommunikationslinie offen. Das gibt euch gegenseitig die Sicherheit, dieses Thema jederzeit wieder ansprechen zu können und es wird euch nicht wieder so enorm viel Überwindung kosten.
*Ermutigt euch am Ende des Gesprächs, z.B. mit den Worten „Wir schaffen das!“ Oder „Gott geht mit uns!“ oder andere positive Leitsätze…

***

Vielleicht ist einer von euch gerade in solch einer Situation und bekommt durch diesen Blog den nötigen Schubs den es noch braucht.

Ich wünsche es euch.

Bei Fragen/Ergänzungen etc.. steht euch weiterhin meine E-Mail Adresse zur Verfügung.

Ein gesundes, gesegnetes und mit wertvollen Erfahrungen gefülltes neues Jahr 2014!

Eure Jane

Free Tiger!

***

„I used to bite my tongue and hold my breath
Scared to rock the boat and make a mess.
So I sat quietly,
Agreed politely

I guess that I forgot I had a choice
I let you push me past the breaking point
I stood for nothing
So I fell for everything

You held me down -But I got up!
Already brushing off the dust
You hear my voice! -You hear that sound
*Like thunder gonna shake the ground*
You held me down –But I got up!
Get ready ‚cause I’ve had enough
I see it all, I see it now

*

I’ve got the eye of the tiger, a fighter!
Dancing through the fire
‚Cause HE is my champion
And you’re gonna hear me roar!“

Louder, louder than a lion.
‚Cause HE is my champion;

*

~~~-And you’re gonna hear me ROOOAAARRR!!!~~~

 ~

bathing_tiger

🙂