Tagebuch? Mai ’16 (16ter)

Ich weiß, ich blogge in letzter Zeit wieder öfter… Vielleicht bleibt das ja erstmal so 🙂

Das Wochenende bei Ihm war besser als ich es erwartet hatte… okay Freitagabend war nicht so gut… aber Nachts ging’s dann und Samstag lief besser. Seine neue Wohnung ist voll schön und auch recht groß. Im Laufe der Zeit werden noch zwei Leute einziehen aber bisher wohnt er alleine. Ist auch cool, zu zweit ne ganze Wohnung zu haben, inklusive Badewanne (die ich aber noch nicht benutzt habe) & Balkon (*rauchen*). Ich wünschte, wir hätten es noch mehr ausgenutzt aber es braucht eben seine Zeit. Bzw ich brauche irgendwie meine Zeit, an ihm hätte es nicht gelegen^^ *haha*

*

Überraschenderweise hat dann noch meine Bestyy bei mir übernachtet bis Sonntag. Haben sie auf der Rückfahrt direkt mit zu mir genommen. Es war der Hammer. Wir waren irgendwann so high dass keiner mehr wirklich entziffern konnte, was wir zu sagen versuchten und waren bis spät in die Nacht auf und das obwohl wir nicht sooo zu waren 😀
Und am nächsten Morgen waren wir sogar gar nicht mal so abgefuckt wie wir es erwartet hätten. Ist auch alles glatt gelaufen, nichts schlimmes passiert – im Gegenteil, es war megaaaa. Und wir hatten soo Spaß, das hatte ich glaub lang nicht mehr… Am nächsten Tag haben wir noch Butterfly Effect 1&2 geschaut. Hab ich schon 3mal gesehen – Super Filme.
Auf jeden Fall Widerholungsbedarf!!

*

Das lange Wochenende tut auch echt gut… dass wir heute noch einen Tag haben, runter zu kommen & auszuruhen. Für den nächsten Drehtag des Projekts (übernächstes Wochenende) hab ich noch nicht ganz grünes Licht. Ich soll es am Dienstag nochmal mit meinem Bezug abklären, ob das klar geht. Ich hoffe es, denn ich habe schon sozusagen zugesagt und freue mich irgendwie.

*

Heute (Nacht) habe ich dann mal wieder V wie Vendetta geschaut… ich liebe diesen außergewöhnlichen Film einfach! Und gerade, wo ich das hier schreibe, spielen meine Lautsprecher zufällig Tchaikovsky’s Overture 1812 (das Lied zu Beginn des Filmes, wo V das Old Bailey sprengt und zu Ende des Filmes).
Viele sagen, V sei ein Psychopath. Für mich ist er das nicht. Er hat seine eigenart, ja. Aber die hat jeder Mensch. Irgendwie ist er eher sowas wie ein Held. Ich kann seine Handlungen nachvollziehen und finde mutig, was er tut. Abgesehen von den ganzen Zitaten, die wie Butter durch die Kopfhaut ins Gehirn gehen (ja, Butter geht eigentlich nicht ins Gehirn, auch wenn sie lipophil ist). Meine Freundin versteht das… sie liebt genauso diese Vorzüge des Filmes.

***

Morgen Beginnt meine Arbeitswoche wieder… diesmal etwas kürzer aber dennoch ein wenig herausfordernd.

Was mich aber gerade mehr beschäftigt, ist der Typ, dem ich Freitag begegenet bin. Im Grunde begegenet man jede Minute 20-40 Menschen wenn man durch die Shoppingmeile oder generell Innenstadt wohnt. Zumindest bei so einer hohem Bevölkerungsdichte. Aber manchmal hat man Begegnungen, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Wie mit dem einen Typen am Freitag. Es gibt in jeder Stadt solche Plätze (oft auch mehrere), wo sich häufig Gruppen Punker, Junkies, manchmal auch Rechtsradikale, Emos usw aufhalten. Wo mitunter durch hohen Alkoholkonsum des öfteren etwas eskaliert oder die Polizei aufkreuzt. Das gehört einfach zu der Stadt. Ich habe mittlerweile kein Problem mehr damit, auch wenn es früher erstmal gewöhnungsbedürftig war (wenn man eine größere Stadt nicht gewohnt ist). Eigentlich finde ich schade, dass ich nicht mehr Kontakt zu den Menschen habe, nicht wirklich weiß wie es so läuft unter ihnen. Ich kenne nur sehr wenige und die ich kenne, kenne ich nicht von diesen Plätzen sondern aus anderen Orten und Institutionen.
Naja, eigentlich wollte ich was über den Typ schreiben. Er begegnete mir, und fragte mich, ob ich „Sven“ gesehen habe… ich kannte keinen Sven auf diesem Platz, sagte sorry und verneinte freundlich. Was mir aber aufgefallen ist, er hatte eine schwarze weitere Regenjacke an (er wirkte auf mich wie ein netter Typ, der leider auch ein Drogenproblem hat). Die jacke ging bis zu den Handgelenken… sein eines Handgelenk inklusive Hand war bedeckz von verschmiertem, abgetrocknetem Blut, das offensichtlich aus dem Ärmel kam. Woher das Blut kam, konnte man nicht lokalisierej aufgrund der Jacke. Dass es bereits getrocknet war und der Junge keine Eintrübung seines Bewusstseins vermittelte, war schonmal gut. Trotzdem beschäftigte es mich, und als er weg war, fiel mir ein, dass ich ihm am liebsten hätte anbieten solle, nach der Wunde / den Wunden zu sehen. Nadeln richten nicht sowas an, das ist klar. Was / Wer es angerichtet hat, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass solche Menschen häufig kein Geld für Ärzte oder Verbandszeug haben. Weil ich aber fast immer gut ausgestattet mit sowas bin und eine frühere Ausbildung &viel Erfahrung in dieser Richtung habe, hätte ich ihn sicher helfen können. Ich arbeite mittlerweile nicht mehr in diesem Bereich und darf es ohne Auffrischung auch nicht tun. Ich hätte ihn nicht nähen können bzw dürfen aber fürs klammern & ersthilfliche Wundversorgung hätte es allemal gereicht. Ich habe seinen Freund Sven nicht gesehen, aber hätte die Wunde versorgen können. Mehr als die körperliche Hilfe wäre wahrscheinlich sogar die psychische Hilfe gewesen. Das wissen, dass es jemanden gibt, der sich um ihn kümmert. Der seine Wunden sieht, der ihn nicht verurteilt für was er ist oder was er tut. Vielleicht hätte ich ihn von Jesus erzählen können.

Und unlängst das Gefühl, selbst zu wissen, wie es ist, hilflos unter Menschen umherzugehen, keine Hilfe erreichen zu können. Allein zu sein, vergessen, ihnen egal zu sein.

Ich hätte ihn so gern geholfen, ich kann damit nicht sein Leben reparieren und ihm auch keine Wohnung bieten. Aber manchmal sind es die kleinen Gesten, die einen Hoffnung schöpfen lassen.
Er war weg, ich konnte ihn nicht mehr sehen. Ich weiß nicht ob ich ihn nochmal begegne, wo er gerade ist. Wie es ihm geht, ob er noch lebt.

Was mir bleibt sind leere Bilder und die Schatten an der Wand.

-Callejon (Bevor du gehst)

Macht’s gut
Bis Bald
Janey

SIAD 1.März „Self-Injury-Awareness-Day“ 2016

Heute am 1. März ist mal wieder Self-Injury / Self-Harm-Awareness-Day (SIAD). bzw. auf Deutsch ungefähr: „Selbstverletzung Bewusstseins Tag 2016“

Da ich diesen die letzten Jahre jedesmal sehr unglücklich verpasst habe, mir dieser Tag aber sehr am Herzen liegt, habe ich ihn mir für dieses Jahr extra eingetragen um ihn nicht WIEDER zu vergessen…. Nun ist er da und ich habe….. keinen vorbereiteten Post 😀
Naja, das wird schon.

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AAAlsooo….

->Was ist das???
Einige von euch werden ihn kennen, die meisten allerdings nicht. Der SAID ist ein internationaler (weltweiter) Tag zur Förderung des Verständnisses von – und zur Aufklärung  über – Selbstverletzendes Verhalten. Kein schönes Thema; ein schwieriges Thema, was, wenn es ‚die falsche‘ Aufmerksamkeit bekommt, noch mehr persönliche Freiheit nehmen kann bzw noch schlimmer werden kann als es schon ist.

Beim SIAD geht’s aber nicht um die Verletzungen selbst, das wäre (denke ich) auch die falsche Aufmerksamkeit.

Es geht darum, über Selbstverletzendes Verhalten (kurz SvV) aufzuklären: Was ist es, wie entsteht es, wo kommt es her, warum machen manche  Menschen das, tun sie das überhaupt freiwillig / oder „aus Spaß??“, was geht in den Betroffenen vor, wie geht man damit um (als Betroffener wie auch als außenstehender) und was kann man dagegen tun?

Auch geht es beim SIAD darum, das Verständnis für Betroffene zu fördern. Verständnis für die persönlichen Probleme, die inneren Konflikte in denen sie häufig stehen, für die extremen Gefühle(&-schwankungen), und alles weitere was noch so dahinter steckt zu fördern. Nicht zu verurteilen sondern zu verstehen. Das ist schwer, wenn man das nicht von sich selbst kennt, doch verurteilen fördern meistens das SvV nur; Verständnis hingegen und für jemanden da sein, unterstützt Betroffene in ihrem Kampf gegen SvV. Aber um jemanden darin etwas unterstützen zu können und zu verstehen ist es widerrum wichtig das SvV an sich zu verstehen, wo wir wieder bei Aufklärung angelangt sind.

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Comeback

Hey Ihr,

ich war seit Ewigkeiten nicht mehr aktiv in diesem Blog.

Vorletztes Jahr bin ich umgezogen und habe seitdem (wie man sieht) auch nichts mehr gepostet oder verändert hier.

Nun habe ich eben wieder die immernoch vertraute Seite aufgerufen, eigentlich mit der Idee diesen Blog hier zu schließen und einen anderen Blog mit anderem Namen zu erstellen; ausschließlich für das „fremde“ Internet-Publikum und nicht für Menschen aus meinem Privatleben bzw nicht mit der Assoziation zu meiner Person in der realen Welt.

Aber irgendwie… fühlt es sich alles so vertraut an… und als ich den Beitrag „You and I collide“ gesehen habe, (an den ich mich heute nicht im Geringsten erinnern kann) und daran denke, dass ICH das irgendwann mal selbst kreiert habe, kommen mir Zweifel. Ich finde es faszinierend und ein wenig traurig zugleich. Faszinierend – weil ich echt geflasht bin von dem Gedicht… und ein bisschen traurig- weil ich mir derzeit nicht vorstellen kann, dass ich so etwas mal schreiben konnte, da ich’s jetzt nicht mehr kann.

Auch wenn ich die letzten 2 Jahre hier so inaktiv wie ne‘ verschimmelte Gurke gewesen bin, bleiben die bisherigen Beiträge doch bestehen und ich habe sogar jetzt immernoch einige treue Leser.

Ich weiß nicht, ob ich das wirklich aufgeben will; wenn auch sich mein Leben irgendwie geändert hat in der Zwischenzeit – in beide Richtungen.

Ich will weder den Kontakt mit Euch aufgeben; noch möchte ich die verfassten Beiträge hier löschen. Zum Einen, weil ich es immer wieder interessant finde, zu lesen, wie ich vor ca. 3 Jahren so drauf war, und zum Anderen, auch heute immernoch neue Menschen mit diesen mittlerweile alten Beiträgen erreiche und es sie positiv bewegt. Das berührt mich (zugegeben) sehr.

Ich kann es noch nicht mit Sicherheit sagen, aber wahrscheinlich werde ich diesen Blog weiterhin bestehen lassen – vielleicht sogar das Schreiben hier wieder aufnehmen.

Die nächsten Tage wird sich das herausstellen.

Egal, wie es wird: Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

– Jane.

Gespräche -schwierige Themen

Ich muss das jetzt noch schreiben obwohl ich unbedingt schlafen gehen sollte…

***

Manchmal macht es einen riesige Angst, Dinge anzusprechen von denen man weiß, dass sie für das Gegenüber oder sich selbst sehr schwierige Themen sind. Oder sehr leidige Themen sind.

Man stirbt fast vor Unruhe während man auf die Reaktion des Gegenübers wartet.

Und man bekommt Bauchschmerzen wenn man das Thema durchkaut, vielleicht in einen deprimierenden Streit gerät,  die Anspannung vor dem Ergebnis ist nicht auszublenden.

Doch ist es verdammt wichtig, es anzusprechen. Denn wenn man das Problem versucht auszublenden, schön zu lügen,  es vielleicht mal irgendwann anspricht aber nur nebenbei und nicjt durch die Blume sondern durch einen ganzen Garten sodass es die Aussage völlig verfehlt…

…all das macht es nur größer. Wenn auch das Problem selbst sich nicht vergrößert, so scheint es immer größer zu werden, es wird immer angsteinflößender, die Ketten fesseln einen immer fester sodass man bereits blutet und es wehtut. Und zugleich ist die Panik größer als je zuvor…
…und letztendlich läuft es auf einen Abbruch hinaus. Ein Abbruch der zwischenmenschlichen Beziehung, eine Flucht aus der Situation, ein Beenden des gesamten Laufes…
Der Schatten des Problems wurde immer größer sodass man letztendlich an den eigenen Ketten erhang, am eigenen Erbrochenen erstickte; an der eigenen Wunde verblutete.
Weil man die Sache nicht anging.
Das Problem nicht sehen wollte bzw sich ihm nicjt stellen wollte. Den Mut dazu nicht aufbrachte.
Und kurz vor dem Ende wünscht man sich, man hätte es von Anfang an angesprochen.  Wie tausendmal leichter wäre das gewesen im Vergleich zu jetzt. Wie tausendmal besser wäre es gelaufen.
Doch nun ist es vorbei…

Jetzt bloß nicht deprimiert das Fenster schließen!
Im letzten Abschnitt habe ich doch nur verdeutlicht wie die Dinge sich früher oder später entwickeln wenn man NICHTS tut. Damit ihr versteht wieso NICHTS sagen letztendlich das Ende bedeutet.

>>>>>>>HALT! Es gibt doch auch noch die andere Option (die man vielmehr auch wirklich als jene bezeichnen kann).

Richtig – es ANzusprechen. Aussprechen geht da auch 😉

Am anfang dieses Posts ging ich schon einmal kurz darauf ein;
Jetzt habt ihr einen großen Teil, warum es so sehr wichtig ist, zu sprechen, verstanden.

Wenn man es anspricht… ja, vielleicht führt es zu einen Konflikt. Vielleicht auch nicht nur zu einen und auch nicht gerade einen Kurzen. Und natürlich ist es nicht gerade ein rosiges Gefühl über bedrückende, ausweglos scheinende Probleme oder peinliche und schmerzhafte Situationen zu sprechen.

Aber…
Es entlastet ungemein. Es mag sein dass man sich unmittelbar nach dem Gespräch schlecht fühlt weil man das Gegenüber zum Zweifeln gebracht hat oder deprimiert hat und es fast wieder bereut es angesprochen zu haben…
Trotzdem ist es ein unheimlich wichtiger Schritt für die zwischenmenschliche Beziehung und alle Beteiligten. Es macht Mut, die Sache anzugehen und tut gut darüber auch in Zukunft sprechen zu können. Es sprengt die Ketten und man kann wieder atmen und sich bewegen. Erleichtert durchatmen und für einen Moment die Augen schließen.

*

Auch ich durfte heute Nacht erfahren, wie gut es für die Seele ist, so etwas durch Gespräch raus zu haben. Und es ging mir vorher mit den Themen alles andere als gut, gerade während des Gespräches war mein Zustand auf dem Tiefpunkt.
Für meinen Partner (mein Gegenüber in diesem Gespräch) war es auch nicht einfach und auch er hat sich Gedanken gemacht.
Doch wenn man eine Zukunft mit der Person haben möchte, muss man da durch. Es ist schwer.  Aber nicht unmöglich. Und es schweißt einen noch mehr zusammen, auch das Vertrauen z.B. wächst.

Ich möchte euch Mut machen, auch schwierige Themen offen anzusprechen. Wenn ihr es ansprecht habt ihr immernoch tausendmal weniger zu verlieren als wenn ihr es schönlügt und es so weiter wachsen lasst.

Noch ein paar Tipps für euch:

*nehmt euch bewusst Zeit für dieses Gespräch, schaltet eure Handys/Computer ab (oder mindestens auf stumm) und zieht euch zurück, vielleicht auch in die Natur oder anderswo wo ihr gut reden könnt.
*Betet vor dem Gespräch zusammen oder alleine für das Gespräch (z.B. um Mut, Geduld, klare Gedanken, Kraft, überlegte Worte usw…). Das hat auch den Nebeneffekt dass ihr ruhiger werdet.
*Bevor ihr/du mit dem eigentlichen Thema loslegt, schafft einen vertrauensvollen&ehrlichen Rahmen für das Gespräch. Gebt euch Sicherheit, beruhigt euch gegenseitig und überlegt euch wie ihr während des Gespräches mit dem Anderen umgeht.
*Achtet auf Gesprächsregeln (einander zuhören,  ausreden lassen und Zeit geben, Ernst nehmen, nicht persönlich angreifend werden usw…). Eigentlich sollte so etwas selbstverständlich sein abrr gerade bei schwierigen Themen ist das ganz besonders wichtig, um das Vertrauen durch so etwas nicht zu beeinträchtigen.
*Haltet für weitere Fragen/Anmerkungen zu dem Thema die Kommunikationslinie offen. Das gibt euch gegenseitig die Sicherheit, dieses Thema jederzeit wieder ansprechen zu können und es wird euch nicht wieder so enorm viel Überwindung kosten.
*Ermutigt euch am Ende des Gesprächs, z.B. mit den Worten „Wir schaffen das!“ Oder „Gott geht mit uns!“ oder andere positive Leitsätze…

***

Vielleicht ist einer von euch gerade in solch einer Situation und bekommt durch diesen Blog den nötigen Schubs den es noch braucht.

Ich wünsche es euch.

Bei Fragen/Ergänzungen etc.. steht euch weiterhin meine E-Mail Adresse zur Verfügung.

Ein gesundes, gesegnetes und mit wertvollen Erfahrungen gefülltes neues Jahr 2014!

Eure Jane

R wie nuklea-R (…oder R-eklamation)

Mir stehts bis hier (ja ich weiß, könnt ihr nicht sehen).

Alles zu viel.

Als ob ich doch nicht eh schon völlig überfordert wäre, geht jetzt auch noch mein Handy kaputt. Aber nicht so, dass an einer Stelle im Touchscreen ne Verfärbung ist, es dort nicht reagiert oder manche Anwendungen nicht gehen

neeeiinnn, das wär ja auch fast zu schön.

Nein, MEIN Handy geht kaputt indem es völlig durchdreht. Von wem hat es das wohl.

Tz. Die Tatsache, dass es 1. auf Berührungen kaum bis gar nicht mehr reagiert, oder sie an einer anderen Stelle registriert als diese, auf die ich getippt habe, 2. die Tastatur ständig „gelähmt“ ist, und ich etwa alle 10 Sekunden die Stand-By-Taste (auch Sperrtaste genannt) betätigen muss (denn dann kann ich etwa 2 Tasten betätigen/Aktionen machen), reicht scheinbar nicht.

Neeeiinn, da MUSS noch einer drauf gesetzt werden: Es entwickelt ein ganz eigenes Leben: Anwendungen oder Internetseiten, die ich geöffnet hatte, werden eigens zurückgesetzt, beendet oder wahllos mehrmals hintereinander irgendwelche Links angeklickt. Ausserdem öffnet es (nach dem Beenden des Programms was ICH geöffnet hatte) eigenständig alle möglichen Apps oder Einstellungen -gerne auch mal die Wähltasten und ruft (wenn ich nicht schnell genug die Sperrtaste zweimal drücke um den Anruf zu beenden) Kontakte aus meiner Anrufliste an (da freut sich meine Cheffin!).

Schön Nervenfressend. Danke auch.

Darf diesen Schrott von Elektronisch jetzt demnächst reaklmieren. Und da ich ja so begabt in so Dingen bin, wird es Tage oder Wochen dauern bis ich überhaupt mal alle Schreiben, Formulare, Scheine und was man sonst noch für Formalitäten für so ne Aktion braucht, zusammen habe und das ganze (irgendwie) auf den Postweg bringe. Was dann wirklich dabei rauskommt und ob man mir die Reklamation zugesteht ist wieder ne ganz andere Schublade…>.<

Dinge wie mein Smartphone bedeutet für mich wenigstens ein klein bisschen Luftzufuhr zum sonst so erstickenden Alltag. Ein kleines Röhrchen Kontakt zu Freunden, ein paar Sekunden raus und die Gedanken mal etwas LEISER hören können. Einige von euch wissen, was ich meine. So ein kleines Schlupfloch eben, was den Alltag nicht leicht macht, ihn aber vielleicht ETWAS Erleichterung &Aufmunterung hinein bringt…

Falls ich überhaupt dazu komme, es zu reklamieren. Ist auch nicht unwarscheinlich, dass es darauf hinaus läuft, dass der ganze organisatorische Aufwand es zu reklamieren, auch nicht über Wochen zu bewältigen ist und ich es deswegen einfach irgendwann lasse…

Alles lasse…

Ich geh nicht aufm Zahnfleisch.

Nein.

Ich gehe hübsch auf meinen Kieferknochen. Und dann bald aufm Schädel oder was auch immer.

 

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You and I collide

+++

Steigst in die vorletzte Bahn

die dich von hier wegbringt

schaust dich ein letztes Mal um

während dein Kopf mit Schatten ringt

Ich sitze hier und hör Musik

beobachte die Farben verlaufen

in ein kaltes Schwarz getränkt

glänzen sie

vernebeln die Luft.

ich atme sie ein

halte sie fest

 *

Dein Zug fährt langsam los

du legst dich auf den Boden

schließt deine Augen

hörst dumpf die Stimmen um dich herum

Ich flieg zum letzten Mal

die Spritze fällt zu Boden

mein Herz jagt dem Gifte nach

Ich schwebe weit weg

zu einem Riesenvulkan

Die Bahn beschleunigt

es ist ein ICE

weißt es gibt kein zurück mehr

Notbremse verloren

+

Mir wird warm

ich hör die Lava brodeln

fühl mich so geborgen

weiß es dauert nicht mehr lang

Es fängt zu zischen an

ich werde weggespült

der heiße Lebensfluss, so leuchtend die Kraft

gleite ich ins Tal hinab

Ich sehe Sonne und den Mond am Himmel stehn

zwischen den schwarzen, dichten Schlieren

Dein Zug wird jetzt noch schneller

auf Hochgeschwindigkeit

die Angst packt dich

doch du bist entschieden

weißt was kommen wird

und ich weiß es auch

wie ein Schlag ist meine Welt weg

zerbrochen und versunken

zurück im Zug, wieder Farben vor mir

ziehe ich mich Stück für Stück nach vorne

um dich bald zu sehn

 *

Ich hör es quietschen

die Bremse, doch es ist zu spät

Dreihundert KMH mal zwei

Ich höre Menschen schrei’n

Die Panik überwältigt sie

doch mich nicht.

sie wollen flüchten, doch sind gefangen

im fahrenden Käfig des Todes

schon kommt dein Licht

Ein quälend-zerreißendes Geräusch

ein Knall, so laut wie tausend Schüsse

das Quietschen und Knirschen hält an

Schreie verstummen.

Menschen umgeknickt wie Grashalme

zusammengematscht wie nur noch eine einzige Masse

Sterbende schrei’n.

Überlebende wein’.

-+-

Die Welt steht still.

Ich seh dich vor mir stehn

lauf zu dir

du musst weitergehn!

Deine Tränen in den Augen wisch ich ab

mit einem Tuch aus dem Staub der Vergangenen Leben

wir hörn noch die Sirenen

breite meine Flügel aus

die andern untergehn

Der Himmel rötet sich

gleich kommt das ewig weiße Licht

wir steigen auf, haben’s geschafft

und werden ganz ruhig

Wir müssen nicht mehr kämpfen

alles ist vorbei

diese Welt hinter uns

hör’n noch den letzten Schrei

~

Der Pulsschlag hallt so langsam

Acht Schläge pro Minute

wir halten uns fest

treiben weit weg

Wir sind bereit?

Ende aller Zeit.

tears•••

take me away
take me away
I’ve got nothing left to say
just take me away
*
don’t give up on me yet
don’t forget who I am
I know I’m not there yet
but don’t let
me stay here alone
*
this time what I want is you
there is no one else
who can take your place
I’ve seen enough and it’s never enough
it keeps leaving me needing you
*
take me away
take me away
I’ve got nothing left to say
just take me away

*

riss *Achtung: Trigger*

Aus den Tiefen meiner Seele, wo ich noch nicht mal mit einer Spezialtaschenlampe drankommen würde.

Block und Stift geholt versuchte ich es zu greifen und auf Papier zu bringen.

ACHTUNG: Könnte triggern / may be triggering!!!!

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