Schatten & Druck

Ja…

ich melde mich mal wieder. Seit….halbem Jahr? Jahr? 2 Monate? Keine Ahnung, hab ja kein Zeitgefühl.

Naja irgendwie ist es so. Meine Seele ist durch das was in meinem Leben passiert ist, irgendwann auf allen Ebenen in tausende Teile zersprungen. Seit Jahren versuche ich, etwas davon wieder zusammen zu setzen, aber nichts davon passt auch nur ansatzweise zusammen. Ich weiß nicht mal, was davon ich eigentlich bin, wie ich bin, und was davon Dreck ist. Ich weiß nicht mal was wohin gehört. Wer ich mal war und wer ich geworden bin. Wohin das führt.

Es ist einfach kaputt. Und wir haben kein Plan.

In dieser Welt fühle ich mich Gott so fern. Und alles hinterlässt mich leer. So fucking leer. Und trotzdem ist da kaum Platz in meiner Brust.

Wenn ich im Krankenhaus bin, fragen sie mich immer ob ich in Psycho-Behandlung bin, Suizidabsichten hatte und/oder eine Klinik brauche. Ja ich bin in Therapie und zwar mittlerweile schon echt lange. Ich habe große Probleme. Und ich würde jedem mit seelischen Problemen oder Krankheiten auch zum Arztbesuch und Therapeuten raten. Aber ich merke auch, dass das alles gar nicht leicht ist. Und selbst wenn man schon jahrelang in Therapie ist, ist es schwer. Bei mir zumindest. Meine Therapeutin weiß nicht, was sie noch tun könnte. Sie kann sich vieles nicht erklären. Und ich kann vieles nicht sagen, weil ich keinem Menschen mehr vertrauen kann. Eine Hand voll Menschen haben das so zerstört; dass ich paranoid geworden bin und kaum meine Probleme erzählen kann. Nicht sagen kann, was passiert ist. Was wahrscheinlich der Ursprung meiner Sucht und des ständig wiederkehrenden Drucks ist. Der Ursprung des Kampfes in meinem Kopf, es zu verdrängen. Ich kann es ihr nicht sagen, weil sie dann fragt und ich ihre Fragen nicht beantworten kann. Weil ich nicht will, dass andere es wissen. 

Ich weiß nicht mal wieso. Einerseits grübel ich oft, anderseits vernebeln die ganzen Tabletten meinen Kopf sodass ich nicht wirklich klar denken kann. Und machen mich müde. Aber ohne würde ich nicht mehr schlafen und käme noch weniger klar.

*
Ich will nicht die sein, die ich bin. Ich weiß nicht wie ich sein will, aber SO nicht. Aber ich kriege es kaum hin, etwas zu verändern. Und dadurch, dass ich nicht mit Älteren darüber reden kann, ist es auch schwer passende Hilfe zu finden. Wenn ich nicht mal weiß, was da los ist, ist es noch schwerer für andere, es rauszukriegen. Momentan bin ich mehr verschlossen als offen. Und trotzdem krieg ich meinen scheiß Druck und die seltsamen Zustände einfach nicht geregelt. Und es gibt Dinge, wo andere einem nicht helfen können.

Man kann die Zeit nicht zurück drehen und mich woanders aufwachsen lassen. Gewisse Menschen von mir fernhalten. Wir müssen mit der Vergangenheit leben und die Gegenwart akzeptieren. Die Narben akzeptieren und alles was drum herum ist. Weiß nicht; ob ich das kann. 
Ich bin auf der Suche, aber ich weiß nicht, nach was. Oder nach wem. Und wie lange. 

Schlimmer, als Menschen die dich nicht verstehen, sind Menschen die denken sie würden dich verstehen. Menschen, die dir irgendwelche 08/15 Phrasen entgegenwerfen und denken, sie wissen was ich durchmache. Sie wissen gar nichts. Das was man von außen vielleicht sieht oder intepretiert, hat überhaupt nichts mit dem zu tun,was in mir ist. Eine Dunkelheit. Ein eigenes schwarzes Reich. Überall liegen Glassplitter am Boden. Da ist so viel. Zu viel. Was keiner je gesehen hat. Was ich nie jemanden erzählt habe. Weil ich das nicht konnte. Weil sie es nicht konnte.

Einerseits bin ich stabiler als früher, aber anderseits ist es schlimmer geworden und ich bin immernoch kaputt. Damals dachte man, es kann sich wieder besser entwickeln, kann weg gehen oder sich stabilisieren. Mittlerweile ist es chronisch und die Persönlichkeitsstörung zum Beispiel ist viel ausgeprägter und vielfältiger als früher. Und das merken nicht nur die Betreuer und Ärzte, ich merke das selbst auch aber ich bin in der ganze  Sache gefangen. Es ist wie ein Stahlkäfig um mich herum, den ich nicht durchdringen kann. Meine Sucht ist wie Ketten an meinen Füßen, die ich immer mitschleife und die mich nicht weggehen lässt. Ich habe zwar einen kleinen Freiraum aber ich bin nicht frei. Manchmal ist es nicht mal genug zum Atmen. Manchmal kann ich nicht atmen. Suchtdruck kommt wie eine Lawine und schnürt meine Kehle zu. Drückt auf meine Brust sodass nichts mehr rein kann und man irgendwann entfliehen muss. In eine andere Welt. Keine schöne Welt; nicht mal ansatzweise, aber erträglicher. Mehr nicht.
Was macht man mit dem Haufen Scheiße in seinem Leben? Wie wird man das wieder los?

Wird der Kampf jemals leichter?
Es gibt Menschen, die das Lesen und meine Worte verstehen. Aber ich glaube nicht, dass jemand die Gesamtheit aller Gefühle verstehen kann. Aller verdrängten und betäubten Gefühle, die so tief vergraben sind, dass ich sie nicht mehr empfinden kann. 
Aber es tut gut, ein bisschen was davon aufzuschreiben hier. Es festzuhalten um irgendwie loslassen zu können. Den Schmerz. Die Verzweiflung. Die Gedanken. Den Schatten zu beschreiben, der Sachen die ich keinem mitteilen kann. Nicht mal mir selbst. 
#.#

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Geschützt: Eskalation – und Umkehr?

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Geschützt: Zurück im ES-Loch

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I am cut *trigger*

~~ ACHTUNG: Dieser Text könnte Triggern! ~~

**

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

A fragile frame aged
With misery
And when our eyes meet
I know you’ll see

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut

I may seem crazy
Or painfully shy
And these scars wouldn’t be so hidden
If you would just look me in the eye
I feel alone here and cold here
Though I don’t want to die
But the only anesthetic that makes me feel anything kills inside

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut
Pain
I am not alone
I am not alone

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

But I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I found it when
I was cut

***

Finde mich in diesem Text soo wieder…

Ich will keine Angst haben. Ich will nicht innerlich sterben nur zu atmen, ich hab es satt mich so betäubt zu fühlen,  ja es gibt Befreiung, und ich erhalte sie wenn ich zerschnitten bin… leider.

Ich glaube, wir Menschen sind süchtig nach unserer eigenen Selbstzerstörung. Rauchen, Arbeiten, Saufen, Party, Fressen, Hungern, Abhauen, Schneiden, sich von anderen abtrennen, Solarium, Leistungssport…. damit schaden wir und selbst aber tun es, vielleicht extra deswegen. Wir sind süchtig danach, weil es uns den Schmerz vergessen lässt. Die Krebs-Warnung auf den Zigaretten ist uns egal. Die Triggwerwarnung über diesem Beitrag ist manchen von euch egal. Zumindest mir oft. Sie macht es sogar noch interessanter.

##

Ich hab schon mega Fortschritte gemacht aber manches ist irgendwie grad total blöd… Der Druck war zu lange zu hoch und dann ist es irgendwann einfach rausgebrochen, unkontrolliert, tief und viel, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir hätten wieder in die Notaufnahme fahren sollen aber weil es nicht lebensgefährlich war, habe ich es so versorgt. Ist nicht ideal, aber wenn man das vernünftig versorgt, es sauber hält, die Verbände gut wechselt, heilt es auch mal ohne nähen, es braucht halt nur länger und die Narbe ist dann eben breiter.

Es war so tief und so viel Blut, dass der Druck längst weg sein sollte, aber er kommt trotzdem. Die Anspannung. Nicht so extrem dass ich sofort wieder Craving bekomme und panisch Klingen suche, so schlimm nicht, aber immernoch deutlich und so, dass ich kaum Appetit habe, kaum etwas essen kann oder mich ganz auf eine andere Tätigkeit konzentrieren kann. Und der Verband immer, ständig der stechende Schmerz, nicht richtig duschen dürfen, die Narben die es gibt die ich nie wieder los werde….

Toller Urlaub. Auch wenn es ja irgendwie meine Schuld ist, zumindest wie weit man sagen kann ob man die Dinge in der Hand hat. Aber WENN jemand Schuld hat, dann ich.

Nur ist das alles anders als ichs mir vorgestellt hab, als mein Urlaub anfing :-/

Aber es tut gut darüber zu schreiben.. ich habe auch mit paar wenigen Leuten darüber geredet… der Zwischenweg ist sehr schwer. Es zu beschönigen bzw zu behaupten es sei nicht so tief gewesen und habe kaum geblutet ist gelogen. Aber ich möchte auch nicht dass sich jemand sorgen macht.

Die Tage danach fühlt es sich immer so komisch an. Ich geh einkaufen, trage eine weite Jacke über dem dicken Verband, und trotzdem fühlt es sich so an als weiß jeder was ich tue. Und man will es direkt Wiederholen oder kann fast nicht aufhören weil jegliche Hemmungen erstmal weg sind. An den Verband muss man sich auch erstmal wieder gewöhnen. Fühlt sich an wie runterkommen. Coming-down. Wenn alles wieder runterfährt und sich einpendelt bzw dabei ist. Hat für mich immer was von Geschlossene. Oder generell Psychiatrie. Da hab ich mich auch immer erstmal so gefühlt als ich einen neuen Aufenthalt begonnen habe. Und gerade wo ich das schriebe, habe ich den Geruck vom Essensbereich im Kopf. Merkwürdig was unser Gehirn so treibt.

Naja, bald sehe ich meine Freundin. Meine Beste. Sie ist mein Licht im Wald.

Rückfälle sind scheiße. Sie ficken dein Herz und verätzen dein Gehirn, knocken deinen Körper aus. Und es ist ein Spiel mit dem Tod, wenn man es exzessiv macht.

Einmal die Dosis deiner Drogen zu hoch, fällst du ins Koma oder stirbst. Einmal tief an der falschen Stelle geschnitten, blutest du aus und stirbst in deiner Blutlache oder im Krankenhaus auf der Intensivstation weil der Rettungsdienst zu spät kam und sich dein Kreislauf auch nach dem Nähen trotzdem nicht mehr regeneriern  konnte.

Ein Moment. Ein Schritt. Ein Schnitt. Ein Tropfen. Eine Spritze. Ein Schluck. All das kann über Leben und Tod entscheiden.

+++

Es ist scheiße wenn man schon so lange drin hängt. Sind über 6 Jahre mittlerweile. Ich kann die Rückfälle reduzieren aber ich komm einfach nicht raus aus der Sucht. Im Endeffekt hat sie mich doch irgendwie im Griff. Sucht ist nichts was man mit dem eigenen Willen steuern kann, oder worüber man Macht hat.

Es macht einen großen Unterschied, ob du die Dinge im Griff hast, oder ob sie dich im Griff haben.

#

Ich will gesund werden.

….

schmerzvegressen

Zusammenbruch#Breakdown

Yooo….
Liebe Grüße aus der Dauerklapsmühle??

Was soll ich hier schreiben. Ich bin grad high nicht mehr high vom nichts fühlen. Die ganzen Medikamente die sie mir geben….

Ich weiß, das Wort Dauerklapse klingt abwertend. Aber über irgendwas muss man ja lachen. Die anderen Patienten nennen’s auch so. Nennen sich selbst so. Und gerade eine Therapeutin hier prägte im Scherz diesen Namen. Dauerklapsmühle. Hier bin ich gerade.

Nur die Ärzte und Personal hören das nicht gerne. Offiziel zumindest. Inoffiziell hat mein Ergotherapeut noch witzigere Namen für unsre Dauerklapse und für manche Ärzte. 
Er meint das nicht böse, es heitert uns auf
Und das ist alles was zählt.

***

Ich bin gestern so durchgedreht. Ich hatte kein Bock mehr und es ging einfach nicht mehr.

Wenn man viel zu lange sagt, es geht einem gut, und keinem erzählt was los ist, bricht man irgendwanm zusammen. Erst lautlos, dann immer lauter. Immer und immer wieder. Vielleicht bemerkt es nicht mal jemand. Und man findet keine andere Lösung für die ganzen Probleme und Zustände als für immer zu gehn. Der Tod ist ein Versprechen. Ein Süßes, wie es scheint.

Doch auf die andere Seite habe ich es bisher noch nicht erfolgreich geschafft – und ist vielleicht besser so. Vielleicht. Man lernt daraus, in zweierlei Weise. Man wird erwachsener. Schlauer. Aber auch gefährlicher.

Ich bin durchgedreht weil ich die verdammte Last nicht mehr halten konnte, nicht mehr immer jeden was vorspielen wollte, aber so in mir gefangen bin, dass nichts raus konnte.
Nach einiger Zeit und immer lauter werdenden und Macht erringenden Gedanken bemerkte es eine Betreuerin.
Sie nahm mich mit. Es dauerte eine Weile, bis ich Worte aus meinem Mund bekam. Aber sie verstand. Zumindest das Wichtigste.

Die Betreuer haben mit der Notdiensthabenden Ärztin von hier gesprochen. Sie waren nicht sicher ob ich lieber auf die Geschlossene sollte. Ich hab ihr gesagt, mich zu schneiden hilft mir, die Suizidalität zu kontrolliern. Mich zu schneiden, hilft, mich nicht zu töten. Ich war noch clean und deswegen der Druck so hoch, irgendwas zu tun. Die Todgedanken so laut. Mit dem Zulassen ihrerseits mich zu Schneiden, hätte ich Ihnen versprechen zu können, mich nicht zu töten. Klingt Paradox, aber es funktioniert.
Man findet immer was, das mit genug Kraft tief genug reingeht. Nicht zu sterben aber ein Ventil zu öffnen. Aber sie erwiderte, dass sie mir das nicht erlauben könne, und es war so spät, dass kein Arzt mehr hier war, der das dann ansehen könnte, sodass ich wenn es zu tief is, wieder ins Krankenhaus müsse und dann auf die Geschlossene. War mir egal, Hauptsache der Leidensdruck lässt nach. So würde ich wahrscheinlich überleben können.
Trotzdem ließen sie es nicht zu & entschieden sich erstmal gegen eine sofortige Einweisung und für ein paar Notfallmedis. Sie sollten mich beruhigen und ohne Angst schlafen lassen.

“‘

Man sieht wie ein Mensch redet, wie er sich verhält. Aber man sieht nicht was er denkt. Was er fühlt. Mit was er ringt. Ob er noch kämpft. Oder ob er aufgegeben hat…

Erster Versuch, mir ein paar weitere Tabletten gegeben zusätzlich zu den normalen. Das hat mich nach einer Weile auch umgehauen und etwas beruhigt, und deswegen muss ich erstmal nicht wieder in die Klinik. Zumindest in die andere Klinik, sofern das hier ne Dauerklapse ist^^
Außer es wird wieder so schlimm aber da ich gerade die ganze Zeit Medikamente bekomme, die alles betäuben, mich müde machen, und mein Gehirn zu Gemüse matschen, kann von Gefahr keine Rede sein.
Und wie es die Woche weitergeht wird dann entschieden.

**

Es geht mir besser, aber die Traurigkeit bleibt. Ein bisschen Anspannung. Der Todeswunsch ist in Halbschlaf versetzt worden.
Leben irgendwo zwischen schlafen, ab und an etwas essen & auf Toilette gehn, und gammeln. Mit den Augenlidern halb offen und dem stehten Versuch, im Griff zu bleiben.

Ab und an mit Ärzten und Therapeuten reden, weil sie in regelmäßigen Abständen reinkommen und mich Dinge fragen. Besser ist es. Es tut gut dass sich jemand kümmert & ich kann nicht von alleine kommen.
Alles zieht an mir vorbei und das ist gut so. Ich kann wieder schlafen ohne Panikattacken, Paranoide Ängste und Halluzinationen. Heute Nacht zumindest.

Es waren Horror Trips, und das, ohne Drogen genommen zu haben. Nur die normalen Tabletten, Sprays und Tropfen, die ich seit Ewigkeiten verabreicht bekomme. Aber die haben auch nicht gereicht. Nicht mehr. Deswegen jez noch mehr Zeugs. Meine Therapeutin hat eine erste Analyse gewagt warum es zu den Ereignissen diese Woche kam.

Aber warum ich alle paar Monate an der Klippe über einen riesigen Abgrund stehen muss und jeder Gedanke mich weiter nach vorne schubst? Keine Ahnung…. das weiß niemand so richtig. Liegt an der Krankheit/den Krankheiten, sagen sie und dass ich sie akzeptieren soll. Anderseits sagen sie, es ist viel mein Einfluss.

Naja. Ich wollte euch hiermit nur updaten. Vielleicht fühlen sich manche verstanden oder erkennen sich wieder. Whatever.

Manchmal hab ich Angst, dass die ganzen Medis mein Herz oder meine Leber killen. Ich weiß nicht wie lange die das noch mitmachen. Aber ich muss sie nehmen, die Psychomedis um überlebensfähig (&im Idealfall auch Alltagsfähig) zu sein, die Körpermedis um nicht noch mehr abzukratzen und die Painkiller um die Schmerzen erträglich zu machen. Sagen alle Ärzte.
Juhu. ein befriedigtes Leben -.-

/

Aber wenn man doch gehn will, wieso bekommt man dann Angst im Angesicht des Todes?
-Weil man keine Kontrolle darüber hat?

Weil man nicht stirbt dann wenn man es will?
Weil die Abschiedsbriefe noch nicht fertig sind?

Keine Ahnung. Wirklich!
Vielleicht will Gott irgendwie dass ich noch Lebe.

***
Na gut….
Ich kann das hier Tippen, viel mehr kann ich grad eh nicht. Zwischendurch geben sie mir Medis, ich schlafe manchmal. Ich vegetiere, in einer Schutzwolke aus Betäubung und Nichts. Die Zeit vergeht ohne, dass ich es mitbekomme.
Manchmal hält man an, will einen Moment festhalten.

#

Ich werde wieder auf die Beine kommen. So ist das bis jetzt immer. Sogar als ich aktiv Sterben wollte, war ich irgendwann wieder auf den Beinen & raus aus der Psychiatrie. Einmal auch umgekehrt.

Die Probleme sind davon nicht weg. Die Welt wird immernoch krank, gestört und böse sein. Und vieles unendlich schwer. Ein ewiger Kampf.
….Aber auf den Beinen.


Mal sehn wann es wieder besser wird & wie sich die nächste Zeit entwickelt.

Ciao
Habt ein gutes Wochenende

Janey

Update (10.Juni) – sowas wie Tagebuch

Ich bin grade auf dem Weg  nach Hause und dachte, ich lass euch mal was da.

Unsere Facebook-Seite hat schon über 200 Likes und das in den wenigen Tagen – erstmal ein fettes Danke an euch alle dafür 🙂

Meine Woche war anstrengend. Es war nicht besonders viel aber eben normal viel. Die letzte Woche war ich psychisch richtig am Arsch, was sich auch noch auf diese Woche auswirkte. Heute ist der erste Tag wo es mir wirklich einigermaßen ganz gut geht und es auch relativ konstant bleibt.
Das ständige auf und ab ist schon sehr anstrengend und manchmal fühlt man sich so beschissen, dass man denkt, es geht nicht mehr weiter und man will die nahe Zukunft lieber gar nicht erleben. Und trotzdem wacht man jeden Tag wieder auf.
Und da ich das tue, scheint das irgend ein Grund zu haben. Dass ich noch hier bin, scheint irgendein Grund zu haben. Zumindest soll ich derzeit nicht tot sein, denn da gabs mehr als genug Gelegenheiten, mich sterben zu lassen.
Also bin ich hier. Und frage mich wieso und was ich mit meiner Zeit anfange.
Da ich (wie manche wissen) auf Hilfe im Alltag angewiesen bin, bleibt mir nicht ganz so viel übrig.
Und ehrlich gesagt, habe ich noch keine Antwort gefunden. Zumindest derzeit kein Plan wo’s hingeht. Zurzeit investiere ich Einiges in den Blog und in unsere Facebook-Seite, wo wir gute Kontakte am aufbauen sind.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag Zuhause sitze und überlege was ich machen soll. Ich geh Arbeiten, zum Sport, zu den Therapien, gelegentlich zu diversen Ärzten (leider) oder einkaufen, und manchmal schaffe ich es, Freunde oder Familienmitglieder zu sehen, wenn auch eher selten, besonders letzteres.

Ich weiß nicht ob ihr das kennt. Man will was machen. Eigentlich macht man viel und eigentlich funktioniert man gut. Vielleicht bleibt hier und da mal ein Funke zeit für sich selbst, wo man versucht sich auzuruhen, Filme schaut oder unter Umständen sich zuballert, oder anderweitig die stärksten Schmerzen betäubt. Ich hoffe nicht, aber ihr wisst was ich meine.
Eigentlich macht man ständig was und trotzdem fragt man sich, ob das alles ist?? Zieht das Leben nicht irgendwie an einem vorbei?? Deine Zeit läuft ab und du bist ständig am machen. Aber wohin führt das ganze? Wo soll das hin führen, wo willst du hin???
Ich weiß nicht was für ein Leben in meiner Zukunft ist. Wie alles wird. Keine Ahnung. Jeder sagt man hat es selbst in der Hand. Gibt es da einen Unterschied  zwischen Kranken und Gesunden? Zwischen Behinderten und nicht-behinderten? Und wenn ja, welchen?
Haben auch wir es in der Hand oder nur die „Normalen“, die Gesunden oder Fitten? Haben wir nur einen kleineren Spielraum? Man sagt mir, dass ich in einigen Bereichen nie arbeiten können werde, dass ich einige Dinge nie tun können werde. Aber wie ist es wirklich?  Was ist drin und was nicht?

Kein Wunder, dass so viele von uns Drogen ballern. Sich zuballern bis die scheiß Gedanken aufhören, bis der verfickte Schmerz endlich weg ist. Zumindest für paar Stunden. Wenn man keine gute Perspektive hat, wenn andere nicht an einen glauben, ist es schwer die Realität zu ertragen. Und selbst an sich zu glauben. Die Drogen geben einen irgendwie halt. Was man kennt, auch wenn es schlecht ist, gibt einen manchmal unheimlich viel Halt. Mamchmal zu viel um Loszulassen. Egal ob Pillen, Pulver, Gras, Klingen, Alkohol, Kippen oder Mehrere zusammen. Zocken, Sex, Medikamente, nur Arbeiten, egal. Jeder hat irgendetwas, das ihn den Schmerz nimmt oder vergessen lässt. Es gibt sogar Leute, die sich ins Lernen flüchten. Keine schlechte Tätigkeit, aber wenn mans übertreibt für die Psyche nicht viel weniger Selbstzerstörerisch wie harter Stoff.
Aber müssten wir nicht viel mehr an dem Schmerz selbst arbeiten als an den Folgen des Schmerzes (Depression, Selbstverletzung, Drogen ….)?

Ihr könnt mir gern schreiben oder kommentieren, wie es euch damit geht, wie ihr das handelt oder wenn ihr es vielleicht nicht handeln könnt. Wie seht ihr das Ganze? Welche Tipps habt ihr für Andere?

Unsere Facebook-Seite, die mit dem Blog gewissermaßen gekoppelt ist:

Name: Lebenswege mit: Depression, Dissoziation, Sucht, & mehr.

Oder: Facebook.com/LebenswegeDDS

***

Also dann

Genießt euren Abend noch & verbringt ein Schönes Wochenende ♥

Bleibt sauber (;
-Janey

Tagebuch? Mai ’16 (16ter)

Ich weiß, ich blogge in letzter Zeit wieder öfter… Vielleicht bleibt das ja erstmal so 🙂

Das Wochenende bei Ihm war besser als ich es erwartet hatte… okay Freitagabend war nicht so gut… aber Nachts ging’s dann und Samstag lief besser. Seine neue Wohnung ist voll schön und auch recht groß. Im Laufe der Zeit werden noch zwei Leute einziehen aber bisher wohnt er alleine. Ist auch cool, zu zweit ne ganze Wohnung zu haben, inklusive Badewanne (die ich aber noch nicht benutzt habe) & Balkon (*rauchen*). Ich wünschte, wir hätten es noch mehr ausgenutzt aber es braucht eben seine Zeit. Bzw ich brauche irgendwie meine Zeit, an ihm hätte es nicht gelegen^^ *haha*

*

Überraschenderweise hat dann noch meine Bestyy bei mir übernachtet bis Sonntag. Haben sie auf der Rückfahrt direkt mit zu mir genommen. Es war der Hammer. Wir waren irgendwann so high dass keiner mehr wirklich entziffern konnte, was wir zu sagen versuchten und waren bis spät in die Nacht auf und das obwohl wir nicht sooo zu waren 😀
Und am nächsten Morgen waren wir sogar gar nicht mal so abgefuckt wie wir es erwartet hätten. Ist auch alles glatt gelaufen, nichts schlimmes passiert – im Gegenteil, es war megaaaa. Und wir hatten soo Spaß, das hatte ich glaub lang nicht mehr… Am nächsten Tag haben wir noch Butterfly Effect 1&2 geschaut. Hab ich schon 3mal gesehen – Super Filme.
Auf jeden Fall Widerholungsbedarf!!

*

Das lange Wochenende tut auch echt gut… dass wir heute noch einen Tag haben, runter zu kommen & auszuruhen. Für den nächsten Drehtag des Projekts (übernächstes Wochenende) hab ich noch nicht ganz grünes Licht. Ich soll es am Dienstag nochmal mit meinem Bezug abklären, ob das klar geht. Ich hoffe es, denn ich habe schon sozusagen zugesagt und freue mich irgendwie.

*

Heute (Nacht) habe ich dann mal wieder V wie Vendetta geschaut… ich liebe diesen außergewöhnlichen Film einfach! Und gerade, wo ich das hier schreibe, spielen meine Lautsprecher zufällig Tchaikovsky’s Overture 1812 (das Lied zu Beginn des Filmes, wo V das Old Bailey sprengt und zu Ende des Filmes).
Viele sagen, V sei ein Psychopath. Für mich ist er das nicht. Er hat seine eigenart, ja. Aber die hat jeder Mensch. Irgendwie ist er eher sowas wie ein Held. Ich kann seine Handlungen nachvollziehen und finde mutig, was er tut. Abgesehen von den ganzen Zitaten, die wie Butter durch die Kopfhaut ins Gehirn gehen (ja, Butter geht eigentlich nicht ins Gehirn, auch wenn sie lipophil ist). Meine Freundin versteht das… sie liebt genauso diese Vorzüge des Filmes.

***

Morgen Beginnt meine Arbeitswoche wieder… diesmal etwas kürzer aber dennoch ein wenig herausfordernd.

Was mich aber gerade mehr beschäftigt, ist der Typ, dem ich Freitag begegenet bin. Im Grunde begegenet man jede Minute 20-40 Menschen wenn man durch die Shoppingmeile oder generell Innenstadt wohnt. Zumindest bei so einer hohem Bevölkerungsdichte. Aber manchmal hat man Begegnungen, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Wie mit dem einen Typen am Freitag. Es gibt in jeder Stadt solche Plätze (oft auch mehrere), wo sich häufig Gruppen Punker, Junkies, manchmal auch Rechtsradikale, Emos usw aufhalten. Wo mitunter durch hohen Alkoholkonsum des öfteren etwas eskaliert oder die Polizei aufkreuzt. Das gehört einfach zu der Stadt. Ich habe mittlerweile kein Problem mehr damit, auch wenn es früher erstmal gewöhnungsbedürftig war (wenn man eine größere Stadt nicht gewohnt ist). Eigentlich finde ich schade, dass ich nicht mehr Kontakt zu den Menschen habe, nicht wirklich weiß wie es so läuft unter ihnen. Ich kenne nur sehr wenige und die ich kenne, kenne ich nicht von diesen Plätzen sondern aus anderen Orten und Institutionen.
Naja, eigentlich wollte ich was über den Typ schreiben. Er begegnete mir, und fragte mich, ob ich „Sven“ gesehen habe… ich kannte keinen Sven auf diesem Platz, sagte sorry und verneinte freundlich. Was mir aber aufgefallen ist, er hatte eine schwarze weitere Regenjacke an (er wirkte auf mich wie ein netter Typ, der leider auch ein Drogenproblem hat). Die jacke ging bis zu den Handgelenken… sein eines Handgelenk inklusive Hand war bedeckz von verschmiertem, abgetrocknetem Blut, das offensichtlich aus dem Ärmel kam. Woher das Blut kam, konnte man nicht lokalisierej aufgrund der Jacke. Dass es bereits getrocknet war und der Junge keine Eintrübung seines Bewusstseins vermittelte, war schonmal gut. Trotzdem beschäftigte es mich, und als er weg war, fiel mir ein, dass ich ihm am liebsten hätte anbieten solle, nach der Wunde / den Wunden zu sehen. Nadeln richten nicht sowas an, das ist klar. Was / Wer es angerichtet hat, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass solche Menschen häufig kein Geld für Ärzte oder Verbandszeug haben. Weil ich aber fast immer gut ausgestattet mit sowas bin und eine frühere Ausbildung &viel Erfahrung in dieser Richtung habe, hätte ich ihn sicher helfen können. Ich arbeite mittlerweile nicht mehr in diesem Bereich und darf es ohne Auffrischung auch nicht tun. Ich hätte ihn nicht nähen können bzw dürfen aber fürs klammern & ersthilfliche Wundversorgung hätte es allemal gereicht. Ich habe seinen Freund Sven nicht gesehen, aber hätte die Wunde versorgen können. Mehr als die körperliche Hilfe wäre wahrscheinlich sogar die psychische Hilfe gewesen. Das wissen, dass es jemanden gibt, der sich um ihn kümmert. Der seine Wunden sieht, der ihn nicht verurteilt für was er ist oder was er tut. Vielleicht hätte ich ihn von Jesus erzählen können.

Und unlängst das Gefühl, selbst zu wissen, wie es ist, hilflos unter Menschen umherzugehen, keine Hilfe erreichen zu können. Allein zu sein, vergessen, ihnen egal zu sein.

Ich hätte ihn so gern geholfen, ich kann damit nicht sein Leben reparieren und ihm auch keine Wohnung bieten. Aber manchmal sind es die kleinen Gesten, die einen Hoffnung schöpfen lassen.
Er war weg, ich konnte ihn nicht mehr sehen. Ich weiß nicht ob ich ihn nochmal begegne, wo er gerade ist. Wie es ihm geht, ob er noch lebt.

Was mir bleibt sind leere Bilder und die Schatten an der Wand.

-Callejon (Bevor du gehst)

Macht’s gut
Bis Bald
Janey

Stay cleeeany

Clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben, clean bleiben….. nicht verkacken….
ich übernachte morgen bei meinem Freund… sehe ihn zum ersten Mal seit drei Wochen… zun ersten Mal in der neuen Wohnung… klar wird es ne Umgewöhnung.. aber ich will es nicht verkacken. Ich hoffe, es wird jetzt besser mit uns…
Ich bin motiviert zu kämpfen.
Aber es ist auch hart clean zu bleiben UND den Stress irgendwie zu managen. Den Stress von der Arbeit & so aber besonders Stress mit ihm ist das schlimmste für mich. Stress mit meiner Besten wäre auch schlimm aber wir haben nie richtig Stress. Ich weiß schon, warum sie meine Bestiii ist ♥
Falls du das hier liest: Hab dich lieb 😉

Einerseits is das ganze irgendwie hart und ich bin froh erstmal Wochenende zu haben also ab morgen. Und dass es hoffentlich besser läuft. Das letzte Mal bei ihm übernachten war echt furchtbar zumindest am ersten Tag und unsere Treffen in letzter Zeit auch eher schwierig und traurig als aufbauend…
Ich glaub das liegt in meiner obligatorischen Frühlingskrise. Habe das leider zu spät kapiert aber es wäre logisch. Die letzten Jahre nämlich auch im Frühjahr ne fette Krise gehabt mit allem drum und dran, die dieses Jahr endlich etwas schwächer ausgefallen ist.
Meine Therapeutin (der ich noch nicht besonders vertraue aber in Not doch mal was erzähle) unterstützt diese Theorie; warum auch immer. Und sie sagt, dass es wichtig ist, dass ich ihn treffe und wir länger Zeit verbringen also übernachten.
Aber ich muss so halbwegs stabil dafür sein. Ich kann nicht mitten in der Nacht nach Hause (in meine Gruppe) wie sonst im Notfall. Weil das weiter weg ist. Müsste dann in die Notaufnahme stationär gehen und alleine (außer mit ihm) aber da ist alles so fremd und die Ärzte sind so unnett man fühlt sich so schlecht wenn man an einen genervten Arzt gerät. Also lieber nicht ins KH. Lieber irgendwie stabil sein, clean bleiben, bei ihm übernachten und versuchen die Zeit zu genießen. Ich weiß nicht ob es gut wird aber es wäre schon sehr cool wenn es „Okay“ wird und ich danach nicht extrem aufgewühlt, ängstlich, depresiv und angespannt bin.

Aber eine coole Sache gibt es auch und ich freue mich grade irgendwie drauf auch wenn es mir Angst macht. Ich bin wieder zu einem Dreh geladen worden. Schon in 2-3 Wochen. Die Organisatoren haben mich über die Kartei kontaktiert und nach einem kurzen Wortwechsel sagen sie, es war sehr schwer so jemandem zu finden und ich würde sehr gut passen. Keine Ahnung warum 😀
Es wird diesmal ein kürzerer Job aber wichtiger ist mir, dass wir Spaß haben, praktisch ist aber auch, dass sie für den kompletten Aufenthalt aufkommen. Obwohl es ne kleinere Sache ist, kriegen die auch Outfits und Styling gemacht (die sollten gaaanz viel Camouflage einpacken *harhar*). Wird bestimmt ne coole Sache. Ich hoffe nur, dass meine Menschen sich nicht querstellen oder die Ärzte&Therapeuten irgendwas dagegen einwenden. Manchmal suchen die irgendwas zu bearbeiten wenn ihnen langweilig ist, habe ich das Gefühl.

Positive Bluttests blablablaaa… noch mehr Bluttests blaaa…. Medikamente erhöhen blablablaa… Rausfliegen, Mitarbeiten blablablaaa… und seine Ruhe hat man nie egal ob man will und egal ob man mittlerweise längst volljährig ist…

Naja egal 😀 kommt schon rum irgendwie^^ würde mich echt freuen wenn mal wieder was klar geht, auch wenn ich nicht weiß ob alles klappt.

Ich halte euch auf den Laufenden
-Naja vielleicht 😉