Geschützt: Eskalation – und Umkehr?

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Geschützt: Zurück im ES-Loch

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Welttag zur Suizidprävention

Unter dem Motto „and so i kept living“ (und so blieb ich am Leben) findet heute der Weltweite Tag zur Suizidprävention statt (world suicide prevention day).
Zu dieser Kampagne gehört auch die National Suicide Prevention Week, die noch bis einschließlich morgen, 11. September geht.
 
„Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 10.000 Menschen durch Suizid. In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen. Weit mehr als 100.000 Menschen erleiden jedes Jahr den Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid.“ (von suizidpraevention.wordpress.com).
Weltweit sehen diese Zahlen nicht besser aus; Suizid ist nicht nur Folge von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen sondern auch Resultat ganz anderer vielfältiger Probleme, unzureichender Hilfe, Hoffnungslosigkeit oder auch gesellschaftlicher Ausschließung.
 
Heute ist ein Tag zum Gedenken an durch Suizid verstorbene Partner, Familienangehörige, Freunde… an Menschen, die es nicht mehr geschafft haben, keine Hoffnung mehr sahen und den Tod als einzigen Ausweg ihres Leidens wahrnahmen.
 
Die Vorstellung vom ruhigen, friedlichen Tod ist nur selten Realität, viele werden durch jahrelangem Kampf mit einer Krankheit oder anderen schweren Problemen immer mehr an die Grenze des Lebens gedrückt.
 
Viele von uns wissen, wie es sich anfühlt, von der Last erdrückt zu werden, nicht mehr leben zu wollen, Suizid als Auswegs zu sehen.
Einige haben vielleicht auch tatsächlich gehandelt – doch nur wenige reden darüber.
Auch ich musste diese Erfahrung machen und es hat lange gedauter bis ich so weit war, mit jemanden darüber reden zu können. Auch jetzt wissen es viele immernoch nicht.
Die Dunkelziffer der Suizidversuche ist um ein vielfaches höher als diese der Menschen, die durch Suizid tatsächlich starben.
 
Daher geht es beim heutigen Tag nicht nur um das Gedenken der an Suizid verlorenen Menschen, sondern auch darum, es auszusprechen – darüber zu reden, Hilfen zu erhalten und Suizid zu vermeiden.
 
Lasst uns anfangen, offen über unsere Probleme und Gedanken zu sprechen, nach Hilfe zu fragen, andere wahrzunehmen und uns zu unterstützen.
Auch wenn es sich so anfühlt  – Suizid ist niemals ein Weg, Probleme zu lösen. Wir  löschen uns nur aus allen Problemen und hinterlassen ein großes Loch im Leben der uns liebenden Menschen.
Speak out – you matter!
Sprich es aus – weil du zählst!
 
+++
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#Speakout #Suicideawareness #Suizzidprävention #ISPD #NSPW #IASP
 

One of these days

Heute ist einer dieser Tage, an denen ich einfach überhaupt kein Bock hab, Rücksicht auf meine Krankheit zu nehmen.

Heute Mittag hab ich über einen 2.000 Wörter-Text übersetzt, das hat mir glaub ich gut getan und Spaß gemacht. Aber generell geht heute nicht viel. Ich würde aber so gerne. Ich versuch es trotzdem aber es ist eine totale Gradwanderung.

***

image

An manchen Tagen geht es mir gut.
An manchen Tagen fühle ich mich nicht gut.
An manchen Tagen kann ich mich fast akzeptieren,
An manchen Tagen hasse ich mich selbst.
An manchen Tagen bin ich etwas unbefangen
An manchen Tagen bin ich total unter Druck und eingeengt.
An manchen Tagen lasse ich mich so wie ich bin
An manchen Tagen kämpfe ich gegen mich selbst

Manchmal bin ich stark
Und manchmal bin ich schwach

An manchen Tagen genieße ich Schöne Dinge
Manchmal ziehen sie einfach an mir vorbei.

An manchen Tagen denke ich positives
Und an manchen Tagen versinke ich im Loch meiner Gedanken

An manchen Tagen habe ich Ideen
Und oft vergesse ich alles

So ist das
an manchen Tagen.

I am cut *trigger*

~~ ACHTUNG: Dieser Text könnte Triggern! ~~

**

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

A fragile frame aged
With misery
And when our eyes meet
I know you’ll see

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut

I may seem crazy
Or painfully shy
And these scars wouldn’t be so hidden
If you would just look me in the eye
I feel alone here and cold here
Though I don’t want to die
But the only anesthetic that makes me feel anything kills inside

I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I find it when
I am cut
Pain
I am not alone
I am not alone

I’m not a stranger
No I am yours
With crippled anger
And tears that still drip sore

But I do not wanna be afraid
I do not wanna die inside just to breathe in
I’m tired of feeling so numb
Relief exists I found it when
I was cut

***

Finde mich in diesem Text soo wieder…

Ich will keine Angst haben. Ich will nicht innerlich sterben nur zu atmen, ich hab es satt mich so betäubt zu fühlen,  ja es gibt Befreiung, und ich erhalte sie wenn ich zerschnitten bin… leider.

Ich glaube, wir Menschen sind süchtig nach unserer eigenen Selbstzerstörung. Rauchen, Arbeiten, Saufen, Party, Fressen, Hungern, Abhauen, Schneiden, sich von anderen abtrennen, Solarium, Leistungssport…. damit schaden wir und selbst aber tun es, vielleicht extra deswegen. Wir sind süchtig danach, weil es uns den Schmerz vergessen lässt. Die Krebs-Warnung auf den Zigaretten ist uns egal. Die Triggwerwarnung über diesem Beitrag ist manchen von euch egal. Zumindest mir oft. Sie macht es sogar noch interessanter.

##

Ich hab schon mega Fortschritte gemacht aber manches ist irgendwie grad total blöd… Der Druck war zu lange zu hoch und dann ist es irgendwann einfach rausgebrochen, unkontrolliert, tief und viel, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir hätten wieder in die Notaufnahme fahren sollen aber weil es nicht lebensgefährlich war, habe ich es so versorgt. Ist nicht ideal, aber wenn man das vernünftig versorgt, es sauber hält, die Verbände gut wechselt, heilt es auch mal ohne nähen, es braucht halt nur länger und die Narbe ist dann eben breiter.

Es war so tief und so viel Blut, dass der Druck längst weg sein sollte, aber er kommt trotzdem. Die Anspannung. Nicht so extrem dass ich sofort wieder Craving bekomme und panisch Klingen suche, so schlimm nicht, aber immernoch deutlich und so, dass ich kaum Appetit habe, kaum etwas essen kann oder mich ganz auf eine andere Tätigkeit konzentrieren kann. Und der Verband immer, ständig der stechende Schmerz, nicht richtig duschen dürfen, die Narben die es gibt die ich nie wieder los werde….

Toller Urlaub. Auch wenn es ja irgendwie meine Schuld ist, zumindest wie weit man sagen kann ob man die Dinge in der Hand hat. Aber WENN jemand Schuld hat, dann ich.

Nur ist das alles anders als ichs mir vorgestellt hab, als mein Urlaub anfing :-/

Aber es tut gut darüber zu schreiben.. ich habe auch mit paar wenigen Leuten darüber geredet… der Zwischenweg ist sehr schwer. Es zu beschönigen bzw zu behaupten es sei nicht so tief gewesen und habe kaum geblutet ist gelogen. Aber ich möchte auch nicht dass sich jemand sorgen macht.

Die Tage danach fühlt es sich immer so komisch an. Ich geh einkaufen, trage eine weite Jacke über dem dicken Verband, und trotzdem fühlt es sich so an als weiß jeder was ich tue. Und man will es direkt Wiederholen oder kann fast nicht aufhören weil jegliche Hemmungen erstmal weg sind. An den Verband muss man sich auch erstmal wieder gewöhnen. Fühlt sich an wie runterkommen. Coming-down. Wenn alles wieder runterfährt und sich einpendelt bzw dabei ist. Hat für mich immer was von Geschlossene. Oder generell Psychiatrie. Da hab ich mich auch immer erstmal so gefühlt als ich einen neuen Aufenthalt begonnen habe. Und gerade wo ich das schriebe, habe ich den Geruck vom Essensbereich im Kopf. Merkwürdig was unser Gehirn so treibt.

Naja, bald sehe ich meine Freundin. Meine Beste. Sie ist mein Licht im Wald.

Rückfälle sind scheiße. Sie ficken dein Herz und verätzen dein Gehirn, knocken deinen Körper aus. Und es ist ein Spiel mit dem Tod, wenn man es exzessiv macht.

Einmal die Dosis deiner Drogen zu hoch, fällst du ins Koma oder stirbst. Einmal tief an der falschen Stelle geschnitten, blutest du aus und stirbst in deiner Blutlache oder im Krankenhaus auf der Intensivstation weil der Rettungsdienst zu spät kam und sich dein Kreislauf auch nach dem Nähen trotzdem nicht mehr regeneriern  konnte.

Ein Moment. Ein Schritt. Ein Schnitt. Ein Tropfen. Eine Spritze. Ein Schluck. All das kann über Leben und Tod entscheiden.

+++

Es ist scheiße wenn man schon so lange drin hängt. Sind über 6 Jahre mittlerweile. Ich kann die Rückfälle reduzieren aber ich komm einfach nicht raus aus der Sucht. Im Endeffekt hat sie mich doch irgendwie im Griff. Sucht ist nichts was man mit dem eigenen Willen steuern kann, oder worüber man Macht hat.

Es macht einen großen Unterschied, ob du die Dinge im Griff hast, oder ob sie dich im Griff haben.

#

Ich will gesund werden.

….

schmerzvegressen

Wenn das Liebe ist…??

Kann nicht schlafen, kann nicht essen,
ich kann es nicht verstehen.
Du hast mich vergessen,
während Erinnerungen mich lähmen

Hab Angst vor dem Abend
Mir graut vor der Nacht,
weil dann immer die selbe Frage
mich wach hält:

-Warum bist du nicht da?
Warum bist du nicht da?

***

Wenn das Liebe ist
-Warum bringt es mich um den Schlaf?
Wenn das Liebe ist,
-Warum raubt es mir meine Kraft?

Wenn das Liebe ist,
-Sag mir, was es mit mir macht?

Wenn das Liebe ist,
-Was? Was? Was ist dann Hass? Was ist dann Hass?

**

Tausendmal deine Nummer gewählt,
und tausendmal wieder aufgelegt.

Die ganze Kacke eh keinem erzählt
Wer versteht schon, wie es mir geht?
Genau das bedingt den ganzen weiteren Stress.

Leider kann ich nicht so viel trinken,
dass ich dich vergess‘
-dass ich dich vergess.

***

Wenn das Liebe ist
-Warum bringt es mich um den Schlaf?
Wenn das Liebe ist,
-Warum raubt es mir meine Kraft?

Wenn das Liebe ist,
-Sag mir, was es mit mir macht?

Wenn das Liebe ist,
-Was? Was? Was ist dann Hass?

Was ist dann Hass?

***

(von: Glasperlenspiel – Wenn das Liebe ist)

Zusammenbruch#Breakdown

Yooo….
Liebe Grüße aus der Dauerklapsmühle??

Was soll ich hier schreiben. Ich bin grad high nicht mehr high vom nichts fühlen. Die ganzen Medikamente die sie mir geben….

Ich weiß, das Wort Dauerklapse klingt abwertend. Aber über irgendwas muss man ja lachen. Die anderen Patienten nennen’s auch so. Nennen sich selbst so. Und gerade eine Therapeutin hier prägte im Scherz diesen Namen. Dauerklapsmühle. Hier bin ich gerade.

Nur die Ärzte und Personal hören das nicht gerne. Offiziel zumindest. Inoffiziell hat mein Ergotherapeut noch witzigere Namen für unsre Dauerklapse und für manche Ärzte. 
Er meint das nicht böse, es heitert uns auf
Und das ist alles was zählt.

***

Ich bin gestern so durchgedreht. Ich hatte kein Bock mehr und es ging einfach nicht mehr.

Wenn man viel zu lange sagt, es geht einem gut, und keinem erzählt was los ist, bricht man irgendwanm zusammen. Erst lautlos, dann immer lauter. Immer und immer wieder. Vielleicht bemerkt es nicht mal jemand. Und man findet keine andere Lösung für die ganzen Probleme und Zustände als für immer zu gehn. Der Tod ist ein Versprechen. Ein Süßes, wie es scheint.

Doch auf die andere Seite habe ich es bisher noch nicht erfolgreich geschafft – und ist vielleicht besser so. Vielleicht. Man lernt daraus, in zweierlei Weise. Man wird erwachsener. Schlauer. Aber auch gefährlicher.

Ich bin durchgedreht weil ich die verdammte Last nicht mehr halten konnte, nicht mehr immer jeden was vorspielen wollte, aber so in mir gefangen bin, dass nichts raus konnte.
Nach einiger Zeit und immer lauter werdenden und Macht erringenden Gedanken bemerkte es eine Betreuerin.
Sie nahm mich mit. Es dauerte eine Weile, bis ich Worte aus meinem Mund bekam. Aber sie verstand. Zumindest das Wichtigste.

Die Betreuer haben mit der Notdiensthabenden Ärztin von hier gesprochen. Sie waren nicht sicher ob ich lieber auf die Geschlossene sollte. Ich hab ihr gesagt, mich zu schneiden hilft mir, die Suizidalität zu kontrolliern. Mich zu schneiden, hilft, mich nicht zu töten. Ich war noch clean und deswegen der Druck so hoch, irgendwas zu tun. Die Todgedanken so laut. Mit dem Zulassen ihrerseits mich zu Schneiden, hätte ich Ihnen versprechen zu können, mich nicht zu töten. Klingt Paradox, aber es funktioniert.
Man findet immer was, das mit genug Kraft tief genug reingeht. Nicht zu sterben aber ein Ventil zu öffnen. Aber sie erwiderte, dass sie mir das nicht erlauben könne, und es war so spät, dass kein Arzt mehr hier war, der das dann ansehen könnte, sodass ich wenn es zu tief is, wieder ins Krankenhaus müsse und dann auf die Geschlossene. War mir egal, Hauptsache der Leidensdruck lässt nach. So würde ich wahrscheinlich überleben können.
Trotzdem ließen sie es nicht zu & entschieden sich erstmal gegen eine sofortige Einweisung und für ein paar Notfallmedis. Sie sollten mich beruhigen und ohne Angst schlafen lassen.

“‘

Man sieht wie ein Mensch redet, wie er sich verhält. Aber man sieht nicht was er denkt. Was er fühlt. Mit was er ringt. Ob er noch kämpft. Oder ob er aufgegeben hat…

Erster Versuch, mir ein paar weitere Tabletten gegeben zusätzlich zu den normalen. Das hat mich nach einer Weile auch umgehauen und etwas beruhigt, und deswegen muss ich erstmal nicht wieder in die Klinik. Zumindest in die andere Klinik, sofern das hier ne Dauerklapse ist^^
Außer es wird wieder so schlimm aber da ich gerade die ganze Zeit Medikamente bekomme, die alles betäuben, mich müde machen, und mein Gehirn zu Gemüse matschen, kann von Gefahr keine Rede sein.
Und wie es die Woche weitergeht wird dann entschieden.

**

Es geht mir besser, aber die Traurigkeit bleibt. Ein bisschen Anspannung. Der Todeswunsch ist in Halbschlaf versetzt worden.
Leben irgendwo zwischen schlafen, ab und an etwas essen & auf Toilette gehn, und gammeln. Mit den Augenlidern halb offen und dem stehten Versuch, im Griff zu bleiben.

Ab und an mit Ärzten und Therapeuten reden, weil sie in regelmäßigen Abständen reinkommen und mich Dinge fragen. Besser ist es. Es tut gut dass sich jemand kümmert & ich kann nicht von alleine kommen.
Alles zieht an mir vorbei und das ist gut so. Ich kann wieder schlafen ohne Panikattacken, Paranoide Ängste und Halluzinationen. Heute Nacht zumindest.

Es waren Horror Trips, und das, ohne Drogen genommen zu haben. Nur die normalen Tabletten, Sprays und Tropfen, die ich seit Ewigkeiten verabreicht bekomme. Aber die haben auch nicht gereicht. Nicht mehr. Deswegen jez noch mehr Zeugs. Meine Therapeutin hat eine erste Analyse gewagt warum es zu den Ereignissen diese Woche kam.

Aber warum ich alle paar Monate an der Klippe über einen riesigen Abgrund stehen muss und jeder Gedanke mich weiter nach vorne schubst? Keine Ahnung…. das weiß niemand so richtig. Liegt an der Krankheit/den Krankheiten, sagen sie und dass ich sie akzeptieren soll. Anderseits sagen sie, es ist viel mein Einfluss.

Naja. Ich wollte euch hiermit nur updaten. Vielleicht fühlen sich manche verstanden oder erkennen sich wieder. Whatever.

Manchmal hab ich Angst, dass die ganzen Medis mein Herz oder meine Leber killen. Ich weiß nicht wie lange die das noch mitmachen. Aber ich muss sie nehmen, die Psychomedis um überlebensfähig (&im Idealfall auch Alltagsfähig) zu sein, die Körpermedis um nicht noch mehr abzukratzen und die Painkiller um die Schmerzen erträglich zu machen. Sagen alle Ärzte.
Juhu. ein befriedigtes Leben -.-

/

Aber wenn man doch gehn will, wieso bekommt man dann Angst im Angesicht des Todes?
-Weil man keine Kontrolle darüber hat?

Weil man nicht stirbt dann wenn man es will?
Weil die Abschiedsbriefe noch nicht fertig sind?

Keine Ahnung. Wirklich!
Vielleicht will Gott irgendwie dass ich noch Lebe.

***
Na gut….
Ich kann das hier Tippen, viel mehr kann ich grad eh nicht. Zwischendurch geben sie mir Medis, ich schlafe manchmal. Ich vegetiere, in einer Schutzwolke aus Betäubung und Nichts. Die Zeit vergeht ohne, dass ich es mitbekomme.
Manchmal hält man an, will einen Moment festhalten.

#

Ich werde wieder auf die Beine kommen. So ist das bis jetzt immer. Sogar als ich aktiv Sterben wollte, war ich irgendwann wieder auf den Beinen & raus aus der Psychiatrie. Einmal auch umgekehrt.

Die Probleme sind davon nicht weg. Die Welt wird immernoch krank, gestört und böse sein. Und vieles unendlich schwer. Ein ewiger Kampf.
….Aber auf den Beinen.


Mal sehn wann es wieder besser wird & wie sich die nächste Zeit entwickelt.

Ciao
Habt ein gutes Wochenende

Janey

Suchtgedanken – Gedankensucht

Du füllst mein Glas

Du zergehst auf meiner Zunge

Du schießt in meine Venen

Du fließt an meinem Arm herunter

Du quillst aus meinen Handgelenken

Du…..

Du betäubst mich

Ihr lässt mich die Realität vergessen. Ihr gebt mir ein warmes Gefühl. Zieht mich raus, ganz weit raus in ein warmes, weiches Meer. Ihr lasst mich vergessen, dass ich ohne euch nicht mehr kann.
Genug um den Schmerz zu vergessen.
Gerade genug um zu vergessen, dass ich süchtig bin. Vergessen, dass das hier wahrscheinlich nur gefärbte Scheiße ist. Alles vergessen.

Nur dieses Gefühl und diese sanfte Ruhe im Kopf.

Verführerisch.
Gefährlich.
Ein bisschen viel, ein bisschen ZU viel… und… alles ist gelaufen.
Das Spiel mit dem Feuer. Ein Tanz auf Messers Schneide. Das Glas voll Pillen. Und dann noch diese blinkende spitze Nadel.

Gedanken wirbeln, spiegeln sich, zerspringen & erwachsen wieder.

***

Herr, sende deine Schutzengel zu uns. Dass sie über uns wachen heute Nacht. Uns schützen vor bösen Mächten & am meisten vor uns selbst.

..Gute Nacht…

Update (10.Juni) – sowas wie Tagebuch

Ich bin grade auf dem Weg  nach Hause und dachte, ich lass euch mal was da.

Unsere Facebook-Seite hat schon über 200 Likes und das in den wenigen Tagen – erstmal ein fettes Danke an euch alle dafür 🙂

Meine Woche war anstrengend. Es war nicht besonders viel aber eben normal viel. Die letzte Woche war ich psychisch richtig am Arsch, was sich auch noch auf diese Woche auswirkte. Heute ist der erste Tag wo es mir wirklich einigermaßen ganz gut geht und es auch relativ konstant bleibt.
Das ständige auf und ab ist schon sehr anstrengend und manchmal fühlt man sich so beschissen, dass man denkt, es geht nicht mehr weiter und man will die nahe Zukunft lieber gar nicht erleben. Und trotzdem wacht man jeden Tag wieder auf.
Und da ich das tue, scheint das irgend ein Grund zu haben. Dass ich noch hier bin, scheint irgendein Grund zu haben. Zumindest soll ich derzeit nicht tot sein, denn da gabs mehr als genug Gelegenheiten, mich sterben zu lassen.
Also bin ich hier. Und frage mich wieso und was ich mit meiner Zeit anfange.
Da ich (wie manche wissen) auf Hilfe im Alltag angewiesen bin, bleibt mir nicht ganz so viel übrig.
Und ehrlich gesagt, habe ich noch keine Antwort gefunden. Zumindest derzeit kein Plan wo’s hingeht. Zurzeit investiere ich Einiges in den Blog und in unsere Facebook-Seite, wo wir gute Kontakte am aufbauen sind.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag Zuhause sitze und überlege was ich machen soll. Ich geh Arbeiten, zum Sport, zu den Therapien, gelegentlich zu diversen Ärzten (leider) oder einkaufen, und manchmal schaffe ich es, Freunde oder Familienmitglieder zu sehen, wenn auch eher selten, besonders letzteres.

Ich weiß nicht ob ihr das kennt. Man will was machen. Eigentlich macht man viel und eigentlich funktioniert man gut. Vielleicht bleibt hier und da mal ein Funke zeit für sich selbst, wo man versucht sich auzuruhen, Filme schaut oder unter Umständen sich zuballert, oder anderweitig die stärksten Schmerzen betäubt. Ich hoffe nicht, aber ihr wisst was ich meine.
Eigentlich macht man ständig was und trotzdem fragt man sich, ob das alles ist?? Zieht das Leben nicht irgendwie an einem vorbei?? Deine Zeit läuft ab und du bist ständig am machen. Aber wohin führt das ganze? Wo soll das hin führen, wo willst du hin???
Ich weiß nicht was für ein Leben in meiner Zukunft ist. Wie alles wird. Keine Ahnung. Jeder sagt man hat es selbst in der Hand. Gibt es da einen Unterschied  zwischen Kranken und Gesunden? Zwischen Behinderten und nicht-behinderten? Und wenn ja, welchen?
Haben auch wir es in der Hand oder nur die „Normalen“, die Gesunden oder Fitten? Haben wir nur einen kleineren Spielraum? Man sagt mir, dass ich in einigen Bereichen nie arbeiten können werde, dass ich einige Dinge nie tun können werde. Aber wie ist es wirklich?  Was ist drin und was nicht?

Kein Wunder, dass so viele von uns Drogen ballern. Sich zuballern bis die scheiß Gedanken aufhören, bis der verfickte Schmerz endlich weg ist. Zumindest für paar Stunden. Wenn man keine gute Perspektive hat, wenn andere nicht an einen glauben, ist es schwer die Realität zu ertragen. Und selbst an sich zu glauben. Die Drogen geben einen irgendwie halt. Was man kennt, auch wenn es schlecht ist, gibt einen manchmal unheimlich viel Halt. Mamchmal zu viel um Loszulassen. Egal ob Pillen, Pulver, Gras, Klingen, Alkohol, Kippen oder Mehrere zusammen. Zocken, Sex, Medikamente, nur Arbeiten, egal. Jeder hat irgendetwas, das ihn den Schmerz nimmt oder vergessen lässt. Es gibt sogar Leute, die sich ins Lernen flüchten. Keine schlechte Tätigkeit, aber wenn mans übertreibt für die Psyche nicht viel weniger Selbstzerstörerisch wie harter Stoff.
Aber müssten wir nicht viel mehr an dem Schmerz selbst arbeiten als an den Folgen des Schmerzes (Depression, Selbstverletzung, Drogen ….)?

Ihr könnt mir gern schreiben oder kommentieren, wie es euch damit geht, wie ihr das handelt oder wenn ihr es vielleicht nicht handeln könnt. Wie seht ihr das Ganze? Welche Tipps habt ihr für Andere?

Unsere Facebook-Seite, die mit dem Blog gewissermaßen gekoppelt ist:

Name: Lebenswege mit: Depression, Dissoziation, Sucht, & mehr.

Oder: Facebook.com/LebenswegeDDS

***

Also dann

Genießt euren Abend noch & verbringt ein Schönes Wochenende ♥

Bleibt sauber (;
-Janey

Viel Gefühl = viel Leid

Ich schreib‘ es raus
Schneid es raus
Schrei es raus
-Aus

***

Ich will nicht wieder was ballern
Mein Herz leidet schon
Unter meinen normalen Medikamenten
Die Zeit kommt so oder so wo ich wieder mehr nehmen muss
Ob ich will oder nicht
Um die Schmerzen auszuhalten
Weil mein Gehirn sonst die Verbindung zu meinem Körper und zu meinem Bewusstsein kappt
Und dann merkwürdige Dinge passieren

Aber die seelischen Schmerzen
Die betäubt es nicht
Nur Kaum, nur zu wenig, viel zu wenig

Ich muss sie betäuben um sie ertragen zu können
Um überleben zu können
Ich versuchte nicht so viel zu schneiden
Es ist schwer es zu unterbrechen
Und die Leere danach, wie bei allem, lässt sich auch nicht ausfüllen damit
Es hilft mir und macht mich gleichzeitig kaputt
Ich übertrieb es aber dachte ich hätte es im Griff
Hätte es in der Hand was ich tue und was ich lasse
Dabei ist das schon lange nicht mehr so

An manchen Tagen geht es gut
Wochenlang schaff ich es mittlerweile ohne SV, zurzeit zumindest.
Normalerweise mittlerweile sogar immer mehrere Monate ohne Schneiden, mehrere Monate zwischen den Rückfallen (die danm aber richtig kommen), nicht immer ganz ohne sv aber ohne das extreme Schneiden,
aber gerade nicht durch den ganzen Stress, gerade nur wenige Wochen dazwischen.

Das ist wenig Zeit im Vergleich zum vergangenen Jahr, eine schlechte Quote.

Im Vergleich zu vor 2 Jahren etwa normal, abee im Vergleich zu 3-4 Jahren und vorher immernoch sehr viel Zeit. Sehr viel Zeit sv-frei im Vergleich zu damals. Ohne mehrmals täglich kam ich nicht durch den Tag oder die Woche, oder durch die Jahre.
Die Rückfälle haben sich wenigstens gut reduziert und ich will dass es so bleibt.
Kaum einer versteht das und weiß wie hart es ist, dahin zu kommen. Kaum einer weiß wie viel Kraft es kostet und schätzt es. Aber schneiden verurteilen dafür die meisten.
Meine beste Freundin versteht es ein bisschen und sie sagt mir manchmal wie toll es ist dass ich länger clean bin.

*

Ich hab so große Verlustängste
Ich weiß immernoch nicht wie ich damit umgehen soll
Wir versuchen zu kämpfen aber so bringt das nix, ist zumindest mein Eindruck
Wir bewegen nicht so viel wie ich mir gewünscht hätte

Wo wir zusammen gewohnt hatten, hatten wir so eine gute Zeit
Es war nicht alles Gut aber wir hatten einander und die meiste Zeit hatten wir auch die Kleine
Als sie starb stand er so hinter mir, hat mit mir getrauert
Wir haben so viel zusammen gemacht, erlebt, waren immer füreinander da

Jetzt ist es anders, wir wohnen schon lange nicht mehr zusammen, ja.
Aber so entfernt haben wir uns nur die letzten Monate.

Jedes Mal in der Therapie das Gleiche Thema. Kurzfristig hilft das aber langfristig kriegen wir es doch nicht hin, zumindest nicht dadurch.

Ich fühle mich so allein.
Ich weiß nicht wann ich mich das letzte mal einem Menschen ganz anvertraut habe, alles raus gelassen habe und erzählt. Geweint, getröstet worden.
Ich glaub es war bei Ihm aber es ist schon lange her. Ich sagte ihm, dass ich noch nie so eine intensive Bindung und Beziehung zu einem Menschen hatte, und es stimmte. Meine vorherigen Beziehungen waren zwar teilweise lang, aber nicht so intensiv. Er weiß über alles Bescheid zumindest damals. Ich weiß nicht wie er fühlt. Ob er das merkt. Ich denke ja. Aber wahrscheinlich nicht so intensiv.

*

Man sagt, wenn man ein Herz malt, ist immer eine Hälfte größer als die andere.
Es ist unmöglich, von Hand ein Herz zu malen, dessen Hälften exakt gleich groß sind.
Warum?
Weil einer der beiden Patner in einer Beziehung immer mehr liebt als der andere.

Und wo viel Gefühl ist, da ist auch viel Leid.

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*

Das ist nicht die Ursache aber es erklärt warum es mir so schlecht mit der Situation geht, denke ich. Warum er es weniger abkriegt als ich. Aber auch weil ich leider die gestörtere von uns beiden bin, bei der ohnehin mehr schräg läuft und die ohnehin mehr Probleme hat. Das ist alles ein Gerüst. Und wenn eine Ebene schief ist, sind es die anderen auch.

**

Fly away, little hopeless soul

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