„Wir kriegen das hin“

„Wir kriegen das hin“…. sagt man doch so, oder?
Wenn man irgendwelche Probleme hat, Differenzen zwischeneinander, Stress, Herausforderungen… entweder man gibt miteinander auf oder man sagt „Wir kriegen das hin“. Klingt gut und irgendwie beruhigend. Aber so einfach wie es klingt ist es dann doch nicht…
Nur zu oft wird aus einem einstigen „Wir kriegen das hin“ ein „ich weiß nicht, ob wir das noch hinkriegen“ und später ein „es geht nicht mehr.  Tut mir Leid.“ Wir SAGEN „wir kriegen das hin“ aber was denken wir? Wir hoffen, es zu schaffen, aber was wissen wir eigentlich?

Ich habe es selber erlebt, mehrmals. Aus einem „Läuft doch gut“ wird ein „Wir kriegen das hin, es wird wieder.“ Auch wenn keiner weiß, wie er/sie das konkret anstellen soll. Es dient mehr zur Beruhigung, zum zeitweiligem Aufatmen. Und irgendwann, vielleicht schon ein paar Wochen, vielleicht auch erst ein halbes Jahr oder Jahr später… steht man dann vor dem Aus. In meinem letzten gescheiterten „Wir kriegen das hin“-Fall ungefähr ein halbes Jahr später.
Wenn man so oft ein „Wir kriegen das hin“ gesagt bekommen und selbst gesagt hat, es so ist doch gescheitert ist, verliert dieser kämpferisch optimistische Satz fast gänzlich seine Bedeutung. Im Gegenteil: Wenn man ihn hört, weiß man, wie schnell danach es vorbei sein kann. Keine Beruhigung mehr, Hoffnung ja aber glaub ich auch daran?
Der Satz ändert im Grunde nichts. Meistens zumindest. Man redet sich ein, dass es wieder wird, dass die Zeit für einen spielt und sich alles ‚wieder einrenkt‘.
„Wir kriegen das hin“… irgendwann nur noch ein leerer Satz, der seine Bedeutung verloren hat, entsprungen aus Verzweiflung, Sorge, Angst und Planlosigkeit. Man könnte fast sagen, die Bombe tickt.
Und ob man sie rechtzeitig entschärfen kann, oder lieber in Deckung geht, bleibt offen…

..ein kleiner Schwarzer Fleck aus Furcht, Zukunftsangst und schmerzender Liebe.

***
aus: Silbermond feat. Curse
-‚Bis zum Schluss‘

Und natürlich seh ich das Schöne
und bisher überwiegt es,
Gott weiß, ich lieb dich,
und halt fest,
egal wie schwer die Kritik ist,

Doch auch ich hab begrenzte Kräfte,
es gleitet aus meinen Händen,
Versuch meine Emotionen
noch zu kontrolliern und verdrängen,

Ich will Chancen geben,
noch mal und nochmal,
wir habn es verdient,
Es wär Katastrophal
im Streit und Affekt
diesen Strich zu zieh’n,

Doch ich kann nicht mehr länger Kämpfen,
ich kann nicht mehr länger stehn,
Und ich kann nichts mehr für uns tun,
Wir zwei werden untergehn.

Vielleicht haben wir uns überschätzt,
gehofft dass aus den Differenzen Liebe wächst,
doch ich weiß nicht ob das reicht,
Wieviel Zeit uns noch bleibt,

Es kommt wie’s kommen muss,
doch wenn es sein muss,
Kämpf ich bis zum

.Schluss.

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